„Und die Vögel werden singen“

Mit Liedern und mit Texten berichtet Aeham Ahmad am Freitag, 29. November, im Möllner Stadthauptmannshof vom syrischen Bürgerkrieg. Ahmad ist Sänger, Pianist und Autor des autobiografischen Buches „Und die Vögel werden singen“. Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr

Wenn ein in Deutschland lebender Künstler über „Wege in Flucht und Vertreibung“ aus eigener Erfahrung sehr lebendig berichten kann, dann Aeham Ahmad, der mitten im zerstörten Yarmouk in Syrien sein Klavier auf die Straße stellte und für die hungernden Menschen musizierte. Inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenserlagers bei Damaskus sorgte Aeham Ahmad für internationale Aufmerksamkeit.

Der Autor berichtet auch von seiner dramatischen Flucht und der Ankunft in Deutschland, wo er viel Warmherzigkeit erlebte. Es wird in Mölln ein Konzert geben mit Aeham Ahmads sehr persönlichen Liedern, in das einige Abschnitte aus seinem Buch als Lesung integriert werden. Ahmad lässt orientalische Volkslieder, westliche Klänge und Eigenkompositionen zusammenfließen. Er variiert sein Konzertprogramm stets abhängig von der Atmosphäre mit Improvisationen.

Ahmads Auftritt im Stadthauptmannshof ist ein Nachklang zu den Gedenkveranstaltungen zu den Möllner Brandanschlägen und der Auftakt zur 16. Saison des Internationalen Möllner Folksfestes, bei dem immer wieder Rassismus und Flucht künstlerisch thematisiert werden.

Veranstalter sind der Verein Miteinander Leben in Kooperation mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg und dem Forum für Kultur & Umwelt.

„Und die Vögel werden singen“, 29. November, Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln, 19.30 Uhr