Nördlich der A24

Liebe am Ende der Reise

Die Liebe ist das Thema eines KulturSommer-Liederabends mit Klaus Irmscher am Freitag, 20. Juli, im Alten Pferdestall der Domäne Fredeburg. Der Möllner hält damit Kurs. Schließlich lautet das Motto des Sommerfestivals „Am Horizont… die Liebe“. Veranstaltungsbeginn ist um 20 Uhr. Irmschers Songs reichen von zickig bis zärtlich und künden somit auch davon, was passiert, wenn am Ende der Reise der Horizont gegen die Wirklichkeit eingetauscht wird. Er beleuchtet entgleisende Situationen und entgleiste Gesichtszüge. So erhellt er etwa das Halbdunkel der Kurschattendaseinsvorsorge. Und an all jenen, denen es zwischendurch zu dramatisch wird, schenkt er ein Herzmittel aus seiner musikalischen Hausapotheke aus. Dabei klingt er mal zart, mal schräg, mal temperamentvoll.

Südlich der A24

„Die göttliche Ordnung“

Mit dem Schweizer Film „Die göttliche Ordnung“ startet das Augustinum Aumühle am Sonntag, 29. Juli. in den Kino-Sommer. Das Drama um die junge Nora, die Anfang der 70er Jahre im kleinen Dorf Appenzell lebt, bildet den Auftakt zu einer Reihe um die 68er Bewegung. Vorführungsbeginn ist um 19.30 Uhr. Worum geht es genau? Nora, Mutter und Hausfrau, bringt die dörfliche Ordnung ins Wanken, als sie beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen. Angesteckt von ihren Ambitionen proben die Frauen des Dorfes den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Für Noras Familie und die Dorfgemeinschaft eine echte Herausforderung! In ihrer warmherzigen und bis in die Nebenrollen überzeugend besetzten Komödie …

Blitzlichtgewitter

Der KulturSommmer 2018 ist eröffnet/ Fotos: kulturportal-herzogtum.de

Auf einen Schnack

Sowat geiht nich!

Ik bruuk wieder nix as mien Ruh. Ik heff ´n heel un deel sanftmödig Charakter, dor kannst jeedeen na fragen, de mit mi to doon hett. ´N Lamm is dor noch ´n Terrier gegen. Aver wenn se mi blöd kaamt, denn kann ik ok anners. De Navers to’n Bispeel. De stellt ehr Aschemmer in de Middagsstünn an de Straat, aver jümmers bloots denn, wenn ik mi eenmal to Middagstünn henleggen do, wat selten noog vörkümmt. Man wenn ik maal ligg, denn schuuvt se ok ehr Aschemmer an de Straat. Aver, höör to, se doot dat nich, wenn ik mi jüst utplünnen do oder den Wecker op teihn na dree stell, oder wenn ik noch ´n lütt Stremel lesen do. Se …

Vorfahrt für die Jugend

410

Der folgende Text trägt den Titel „410“ und stammt aus der Feder von Dennis Tschernich (Foto). Im Rahmen des Schreibwettbewerbs „Wanted: Junge Autor*inn*en“, initiiert von der Stiftung Herzogtum Lauenburg, erhielt er für seinen Beitrag in der Altersgruppe der 17- bis 23-Jährigen eine Auszeichnung. Tropfenweise tropfte der Schweiß von meiner Stirn, Die Dunkelheit, die mich wie eine Schale umzog, wurde von einem starken Lichtstrahl durchbrochen. Diese Gegend kam mir sehr bekannt vor, es sah nach einem Tunnelausgang aus… bin ich… ? Mein eigener, starker Atemzug zerstörte die Illusion, ich saß in meinem Zimmer vor dem Computer. Ich konnte es fühlen, wie mein Körper das Bilden von Schweiß einstellte, die negativen Gedanken, die als Auslöser dafür dienten, waren in Kürze vergessen. Was …

Ausstellungen

Liebesbrücke

Die Bootsführer auf dem Elbe-Lübeck-Kanal und die Fußgänger auf der kleinen Brücke bei der Kirche in Berkenthin merken es als erste: Etwas ist anders als sonst. Dieses „Etwas“, das Einfluss nimmt und die vertrauten Anblicke verändert, ist Anja Caroline Franksens Kunstinstallation „Die Liebesbrücke“. Die Künstlerin verbindet in ihrem wegbegleitenden Werk das Kultursommermotto „Am Horizont … die Liebe“ mit dem „Hohenlied Salomos“ – eine Sammlung sinnlich-erotischer Liebeslobpreisungen aus vorchristlicher Zeit. Franksen hat Fragmente daraus in Farben gebettet und die textilen Banner in Augenhöhe versetzt zwischen die Brückenpfeiler gespannt. „Mit Kunst rauszugehen an unbekannte öffentliche Orte, das verändert die Landschaft und den Blick auf sie. Neue Zusammenhänge entstehen, auch beim Betrachter selbst“, sagt die Künstlerin. „Die Liebesbrücke“ macht das so anschaulich wir …

Aus der Stiftung

Konzerte, Krimis & noch viel mehr

Rechtzeitig zum Ende des diesjährigen KulturSommers am Kanal legt die Stiftung Herzogtum Lauenburg das zweite Halbjahresprogramm 2018 vor. Konzerte, wissenschaftliche Vorträge, Ausstellungen, Lesungen: Die Stiftung hat gemeinsam mit etlichen Kooperationspartnern ein Programm erstellt, das alle Teile des Kreises berücksichtigt. Neben dem Sitz der Stiftung im Stadthauptmannshof Mölln werden als Veranstaltungsorte auch andere Städte wie Lauenburg, Ratzeburg oder Geesthacht berücksichtigt, aber auch kleinere Orte wie Borstorf oder Rondeshagen sind mit einbezogen. Musikalisch setzt die Stiftung wie immer auf Vielfalt: Ein Konzert mit drei A-Cappella-Ensembles (baff!, Die Syrinx, ARTgenossen) findet am 28.9. statt. Zwei Kooperationen mit dem Folkclub Herzogtum Lauenburg führen nach Frankreich und nach Schweden: Das französische Ensemble Arbadétorne spielt traditionelle Musik aus der Region Vendée, dem Nordwesten Frankreichs am 8.9. …

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