Hildegard Mann

Hildegard Mann


Kategorie: Bildende Künstler
Telefon: 045398237
Mobil:
E-Mail: kunst@hilli-mann-kunst.de
Internet: http://m.hilli-mann-kunst.de
Ort: 23847 Groß Boden, Deutschland

1945 geboren in Wolfenbüttel,
1966 Studium Uni Heidelberg und Mainz
Pentiment Hamburg und Bundesakademie Wolfenbüttel
1999 Mitglied im Kunstverein Bargteheide
2002-2011 Studium Bildhauerei, Sven Schöning, Lübeck
2007 - 2011Mitglied der IAPMA
Seit 2007 Fortbildungen Frauenbildungsnetz e.V.
Seit 2008 Mitglied im BBK – Künstlerbund MV.

Einzelausstellungen

2015 "Rouge et Noir", Levantehaus Hamburg, Galerie II
2015 „Leise annäherung an den Raum, Schloß Reinbek,
2014 Zehnthaus Jockgrim, Hildegard Mann - Peter Brauchle
2013 „Schnittstellen“, Kulturabteilung Stadt Reinfeld, Alte Schule
2012 „Im Schweben – aus der Serie von Licht und Schatten“, Stadthaus Bargteheide
2011 „Mehr als Papier“, Kloster Rehna
2011 „Symbiose“, Baumhaus Wismar
2010 „... und wenn das Wasser wär Papier“, Papierreliefbilder, Draht-Papierplastiken,
Stapelfelder Kulturkreis e.V.
2006 „... und unter mir ein Leuchten" - Paperart, Innovationszentrum Lübeck
2005 „Beginen" - Dt. Kirchentag, Hannover
2005 „Ein weites Feld" - Paperart, Bad Oldesloe
2004 „Beginen" - Museumsnacht Ägidienhof, Lübeck
2000 „Margarete-Sulamith" Installation in Wuppertal, Alte Synagoge
2000 „Mit den Augen der Zeit", Kulturabteilung Stadt Reinfeld, Alte Schule
1999 „Bewegung bewegt Wege", Bargteheide - Altes Stellwerk
1998 „Vergangenes - Vergängliches - Neues", Lübeck

Gemeinschaftsausstellungen

2016 Internationale Papierkunstbiennale Haacht/Belgien, Kunststichting Perspektief vzw (K),
2015 "NEU GIER", 25. Kunstschau des Künstlerbundes M-V(K)
2015 "Papier Global 2015" - Internationale Papierkunst Triennale Deggendorf, Stadtmuseum (K)
2014 "Faszination Rot - Aspekte einer Farbe", Literaturgalerie64, Eutin
2014…“Ins Blaue – Romantik in der aktuellen Kunst“, 24. Kunstschau, Bergen/Rügen (K),
2014 „Gewonnene Jahre“, Frauenmuseum Fürth
2013 "Kunst und Vernetzung", 23. Kunstschau des Künstlerbundes MV im BBK,
Kulturhaus Mestlin (K)
2013 "Land Strich - kompatibel - Mecklenburg Vorpommern, Kunstverein zu Rostock,
Petri-Kirche Rostock
2012 „Weissbuch –Schwarzbuch“ zur Lesung von Eugen Ruges Buch „In Zeiten des
abnehmenden Lichts“ Stadthaus Bargteheide
2012 „Internationale Papierkunst Triennale“, Stadtmuseum Deggendorf, Bayern (K)
2008 „Was kostet die Welt“, Finanzministerium Kiel, Schleswig-Holstein
2008 „Wasserzeichen I Lesum“, Kulturforum Bremen Internationale Ausstellung (K)
2008 „papier=kunst 6", im KunstLANDing, Neuer Kunstverein nkV Aschaffenburg (K)
2007 „Schwarz auf Weiß", IAPMA-Ausstellung, Odenwaldmuseum Michelsstadt
2006 „30 Jahre Kunstverein Bargteheide", Stormarnhaus Kreis Stormarn, Bad Oldesloe (K)
2005 „Rote Schuhe", Museum Behnhaus Lübeck
2005 „Über dem Meer - Wasserwege - ein blaues Band“, Lübeck, Finnisches Konsulat
2004 „Schwedischblau und Sonnengelb", Lübeck, Possehl-Stiftung
2001 Frauenkulturhaus, Hamburg Eröffnungsveranstaltung
2000 "So ist die Poesie - in gewissem Sinn - ein Thema ohne Ende" Galerie Bornemann Lübeck mit Dt.-Ital.Gesellschaft.

Konzept
„Flach- und Hochreliefbilder“

Es ist die Leichtigkeit, die Feinheit und Zartheit des Papieres, die mich in allen meinen Arbeiten faszinieren. Das hauchdünne und federleichte, handgeschöpfte Japanpapier droht jeder Luftbewegung zu folgen, ich bändige es auf Holzträger und kehre so gleichzeitig die Stärke und Festigkeit des Papiers hervor.

Es entstehen durch Reißen faserige, weich ausgefranste Ränder, die den Charakter des Materials ausmachen.

Durch Positiv-Negativ-Formen, übereinandergeschichtet, seitenverkehrt oder gegenläufig entstehen Unter- und Oberflächen.
Schwarz-Grau-Weiß-Abstufungen bilden den Tenor dieser Flachreliefs – von mir Flowbilder genannt. So können bis zu 10 geschichtete Papiere Abstufungen im Ton deutlich machen.

Das Prinzip „Eins entsteht aus dem Anderen“ tritt in Bildreihen und auch in einem einzigen Bild auf.

In einer weiteren Serie lasse ich meine stark-farbigen, aber auch schwarz-weißen Hochreliefs entstehen. Gerissene Papierstreifen, in dichtem Abstand geklebt, schwingen sich über den Bildträger und rufen so eine Dynamik hervor, die den Blick des Betrachters leitet. Dieser wird dadurch angeregt, seinen Standpunkt zu ändern, um die entstehenden Lichtreflexe wahrzunehmen.

Es entsteht ein dynamisches Spannungsverhältnis zwischen der Zartheit des Papiers und der Intensität der Farbe. Ich mache dabei deutlich, dass sich die Farben in Abhängigkeit von der Veränderung der Oberfläche verhalten
Die scheinbare Ruhe der Bilder führt zu einer Spannung von Werden und Vergehen, von Entspringen und Zurückfließen, von Erscheinen und Verschwinden.

Die Natur inspiriert mein Schaffen. Der Charakter der Natur wird jedoch nicht verkürzt dargestellt oder abgebildet, sondern schon im Schauen entstehen komprimierte Bilder in meinen Augen. Der Betrachter erschafft sich je nach Wahl des Blickwinkels, je nach Licht und Schatten sein eigenes Bild.

Durch die Strukturierung der Oberfläche weise ich auf die Möglichkeiten hin, die die Lichtbrechungen bewirken: hell - dunkel, lange - kurze Schatten, oszillierende, stille, wellenartige, flache Elemente. So entstehen reliefartige Bilder, die dem Licht einen aktiven Part im Bild zumessen. Durch die Wahl des überaus zarten und empfindlichen Japanpapiers, überlasse ich der Luftfeuchtigkeit eine Mitwirkung an der Gestaltung. Die Transparenz des Papiers lässt an manchen Stellen , je nach Beleuchtung, die Adern zum Vorschein kommen.

Auf diesem Hintergrund erklärt sich auch die Vorliebe für monochrome Bilder.
Ich stelle meine Farben selber her, um somit auch einen Einfluss auf die Gestaltung des Papiers zu haben. Ferner beziehe ich durch das Abklatschverfahren die Strukturierung der Papierfläche z.B. samtig weich, oder stumpf hart mit ein. Die Verdichtung der Farben durch Höhen und Tiefen im Papier ermöglichen außerdem eine besondere Struktur.

Die Arbeitsmethode, Reliefbilder herzustellen, leitet sich aus meiner freien bildhauerischen Tätigkeit ab
.
Papier ist von Natur aus zuerst einmal unbewegtes Material. Ich setze einen Prozess in Gang, indem ich das Papier aus der Starrheit und Leblosigkeit löse und in Bewegung bringe.
Starke Farben strahlen in den umgebenden Raum ab. Sie rufen eine emotionale Wirkung hervor, die sowohl die taktilen, wie die emotionalen Sinne ansprechen.
Farbe wird so zum selbständigen Lichtträger, der gleichbedeutend mit Form und Bewegung korrespondiert.

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