900.000 Euro Investitionen

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 900.000 Euro wird das Stadthauptmannhof-Ensemble im Herzen der Möllner Altstadt saniert.

(gh) Mölln – Freude bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg: „Der Stadthauptmannshof Mölln wird in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und erhält für die seit langem geplante Sanierung 600.000 Euro.“ Dazu wird es von der Stadt Mölln 300.000 Euro geben, sodass mit 900.000 Euro geplant werden kann“, informierte  Stiftungspräsident Klaus Schlie im Beisein von Möllns Bürgermeister Jan Wiegels.
Die Förderung sei für die Region von hoher Bedeutung. Der Stadthauptmannshof Mölln zählt zu den Kulturgütern mit außergewöhnlichem Wert. In Schleswig-Holstein erhielt nur noch Lübeck aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ Fördermittel, informierte Schlie weiter. Er dankte den Stadtvertretern der Stadt Mölln für die Bereitschaft, diesem Leuchtturmprojekt zuzustimmen und besonders dem CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann für seinen Einsatz zum Wohle der Stiftung und dem historischen Ensemble.
Brackmann machte nach Bekanntgabe der Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ in seinem Wahlkreis auf die Möglichkeit der Förderung aufmerksam. Von Beginn an unterstützte er den Antrag. In Einzelgesprächen und in Schreiben warb Brackmann für das Projekt. Die energetische Sanierung des Stadthauptmannshofs sieht u.a. den Einsatz einer geothermischen, seewassergespeisten Heizanlage vor, die mit den denkmalpflegerischen Anforderungen im Einklang steht.
„Eine ausgesprochen innovative Anlage wird es mit dieser seewassergespeisten Heizanlage geben. Die Nähe zum Schulsee macht dieses Projekt erst möglich. Die Nutzung der Temperaturunterschiede im See, wird für die Heizanlage genutzt. Gutachten, die die Möglichkeiten prüften, fielen positiv aus“, so Wolfgang Engelmann. Bürgermeister Wiegels und Bauamtsleiter Manfred Kuhmann hoben die Bedeutung des historischen Stadthauptmannshofes als Kulturstätte für Mölln und das Umland hervor. Die Gelder stehen bereit. Kommune und die Stiftung Herzogtum Lauenburg können die formalen Zuwendungsanträge stellen, damit die Sanierungsarbeiten und Baumaßnahmen 2016 beginnen.
Der Stadthauptmannshof ist eines von insgesamt 46 Projekten die 2015 zur Förderung ausgewählt wurden. Das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus" fördert verschiedene städtebauliche Projekte, insbesondere Denkmalensembles von nationalem Rang (z.B. UNESCO-Welterbe) und bauliche Kulturgüter mit außergewöhnlichem Wert, die energetische und altersgerechte Erneuerung im Quartier sowie Maßnahmen zu mehr „Grün in der Stadt".

In weiteren Schritten plant die Stiftung auch einen Fahrstuhl, der an das Medaillongebäude im hinteren Teil des Ensembles angebaut werden soll. Engelmann:“ Die Barrierefreiheit steht auf unserer Wunschliste für die weiteren Bauplanungen.“