„Jazz meets Klassik“

Eine Erfolgsgeschichte in Ratzeburg: Das Konzept "junge" und "alte" Musiker gemeinsam auftreten zu lassen bei „Jazz meets Klassik“, sorgte erneut für Begeisterung.

Ratzeburg – Rund 120 Konzertminuten gefüllt mit Kompositionen von Klassik bis Jazz: Die Zuhörer im voll besetzten Rokokosaal des Herrenhauses am Domhof in Ratzeburg belohnten die Musiker des Abends mit viel Beifall. Die Kreismusikschule Herzogtum Lauenburg und der Verein Jazz in Ratzeburg hatten erneut zum alljährlichen Konzert „Jazz meets Klassik“ eingeladen.

Sehr zufrieden zeigte sich Peter Seibert, Leiter der Kreismusikschule, am Ende der Veranstaltung. Er dankte allen Musikern für das "tolle Konzert", darunter besonders dem Nachwuchs. Kinder und Jugendliche im Bereich Musik zu fördern, nannte Seibert als gemeinsames Anliegen der Kreismusikschule sowie des Jazzvereins. Zusammen mit Hartwig Kroeplin, Vorsitzender von Jazz in Ratzeburg, hatte der Musikschulleiter die Besucher zu Beginn des Abends begrüßt.

Wie aus den vergangenen zwölf Jahren gewohnt, standen erneut Nachwuchstalente und Wettbewerbspreisträger der Kreismusikschule und Profis gemeinsam auf der Bühne und präsentieren ein abwechslungsreiches Programm von Klassik bis Jazz. Mit seinem Gitarrentrio startete Seibert in den Abend. Mit viel Applaus belohnten die Zuhörer den Musikschulleiter, Christian Winter und Martin Wilichowski, die einen Mix aus folkloristischen und jazzigen Stücken mitbrachten.

Die offensichtliche Freude des Publikums am gemeinsamen Musizieren des heimischen Nachwuchses mit den Profis zog sich durch den Abend. Als jüngste Musiker waren Niklas (Violine) und Julian Gebhard (Cello) dabei. Mit ihren acht beziehungsweise elf Jahren bewiesen sie ihr Können mit einer Komposition von Antonio Vivaldi. Filmmusik hatte Jale Lindau ausgesucht und spielte eine Melodie aus „Ziemlich beste Freunde“ auf der Keltischen Harfe.
Mit Bjarne Behrens und Jakob Reisener präsentierten sich zwei junge Musiker am Flügel. Sie setzten das Motto des Abends „Jazz meets Klassik“ ganz direkt um mit dem zweiten Satz aus Johann Sebastian Bachs Italienischem Konzert und „Sophisticated Lady“, einem Jazzstandard von Duke Ellington. Argentinisch endete der erste Konzertteil mit der Geschichte des Tangos, musikalisch interpretiert von Astor Piazzolla. Hannah Kofahl (Violine) und erneut Jakob Reisener (Klavier) spielten Piazzollas „Histoire du Tango“.
Nach der Pause gehörte die Bühne den Profis. Coverversionen bekannter Stücke, zum Teil in ungewohnten Arrangements, servierten Peter Köhler (Cello, Gitarre), Kai Wilke (Gesang, Mundharmonika) und Jörg Geschke (Gitarre, Gesang). Mit Gerrit Schwab (Saxophon) und Bartosch McCarthy (Klavier) waren zwei Dozenten der Kreismusikschule dabei. Sie widmeten sich dem Werk des US-amerikanischen Jazzmusikers Billy Strayhorn (1915 – 1967) und spielten mit der Ballade „Lush Life“ auch eine der  bekanntesten Kompositionen Strayhorns.