Alice von Borstel verstorben

Nachruf auf Alice von Borstel (1942 – 2015).

Von Brigitte Gerkens-Harmann
Die aus Danzig stammende Fotografin, Malerin, Bildhauerin, Kunstdozentin und Objektkünstlerin Alice von Borstel (1942 – 2015) ist tot. Sie erlag am 12. September 2015 in ihrem Haus in Salem einem Krebsleiden. Ihr Ehemann Rudolf Ambrosius begleitet sie in den langen Jahren ihrer Krankheit und war auch an ihrem Lebensende bei ihr.
Viele Kulturschaffende in der Region kannten die kreative und kommunikative Künstlerin, die im Landkreis im Kulturbereich viel bewegt hat. So war sie Gründungsmitglied des Lauenburgischen Kunstverein im Jahre 1984. Sie leitete für einige Jahre den Kunst Beirat der Stiftung Herzogtum Lauenburg und engagierte sich in zahlreichen Kunst- und Kulturverbänden. Gruppen – und Einzelausstellungen in Deutschland zeigten ihr künstlerisches Werk. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lag ihr besonders am Herzen.
So gründete sie 1989 die Kunstwerkstatt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ratzeburg. 2005 hatte sie die Leitung der Malklasse während der “ Internationalen Sommerakademie “ der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst, Schleswig – Holstein. Herausragend war 2005 die große Ausstellung mit  der “Camera obscura – Fotografien “,in den Räumen des Kreismuseum, Ratzeburg. Im Februar 2006 gab es die Eröffnung der “ Galerie im Glashaus “ und den dahinter liegenden Räumen einer Kunstwerkstatt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ratzeburg.
Ihr Ehemann Rudolf Ambrosius sagte über seine Frau: “Alice war eine in vielen Bereichen kreative Frau. So konnte sie hervorragend Kochen, hatte viel Freude am Gärtnern, hat vielen Menschen Lebenshilfe gegeben, hat jeden ernst genommen, auch wenn deren oder dessen Argumente oder Taten wenig sinnvoll erschienen, hat sich immer für die sozial Benachteiligten eingesetzt und war eine kompetente, vielseitig orientierte Kunstdozentin, dabei hat sie sich speziell für Kinder und Jugendliche engagiert. Sie war unkonventionell, lebensfroh, warmherzig, leidenschaftlich und temperamentvoll. Eine Frau mit Ecken und Kanten, die sagte was sie dachte. Sie kämpfte für ihre Träume und für das, woran sie glaubte und brachte damit kleine Wunder zustande. Sie ließ niemanden unberührt und wer die Welt durch ihre Augen sah, für den war sie voller Zauber und Magie.“