Brahms-Requiem in St. Franziskus

Für die Lebenden hat Brahms sein „Deutsches Requiem“ komponiert. Am 15. November wird es in der Schwarzenbeker Kirche St. Franziskus aufgeführt.

Schwarzenbek – „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms führt die St.-Franziskus-Kantorei Schwarzenbek am Volkstrauertag auf. Der Chor wird dabei unterstützt von dem Orchester „Sinfonietta Lübeck“. Als Solisten konnte Kantor Markus Götze die Sopranistin Natascha Dwulecki und Titus Witt (Bariton) gewinnen. Das Sonntagskonzert beginnt um 18 Uhr in der St.-Franziskus-Kirche. Eintrittskarten (7,- bis 20,- Euro) sind im Kirchenbüro, Markt 5b, und bei der Buchhandlung LeseZeit, Markt 3, erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.
„Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ So beginnt der 1. Satz des großen Oratoriums, das am Volkstrauertag in St. Franziskus aufgeführt wird. Unter einem Requiem, so Kantor Götze, versteht man in der Regel die Liturgie der katholischen Totenmesse oder kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken. Der im evangelisch-lutherischen Hamburg groß gewordene Brahms orientierte sich bei der Auswahl seiner Texte am Alten und Neuen Testament in der Fassung der Luther-Bibel. Er suchte vor allem solche Texte aus, in denen der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht und zeigte dabei eine enorme Kenntnis der Bibeltexte und Psalmen. Sein Deutsches Requiem, das den Lebenden gewidmet ist, entspricht kirchenmusikalisch eher einem Oratorium.

Das Orchester ist mit Streichern und Bläsern groß besetzt. Auch eine Harfe, Pauken und ein Kontrafagott sind dabei. „Die Musik strahlt eine tiefe innere Kraft und streckenweise große Freude aus“, sagt Markus Götze, der seit Jahresbeginn mit seiner Kantorei an diesem großartigen Werk probt. Finanziell unterstützt wird die Aufführung vom Ev.- Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und vom Freundeskreis Kirchenmusik der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schwarzenbek.