Aufgelesenes im Amtsrichterhaus

Eine Ausstellung mit Arbeiten aus Weggeworfenem und ein Konzert mit vier Gitarren und speziellem Strandgut erwartet die Besucher des Schwarzenbeker Amtsrichterhauses im November. Zwei Angebote aus Kunst und Musik mit gewissem Reiz.

Schwarzenbek – „Open Prospects – Von der Kunst, Nutzlosem neues Leben zu verleihen“ ist Steffen Hertels erste Ausstellung übertitelt. Im Amtsrichterhaus Schwarzenbek zeigt der gelernte Metallbauer vom 12. November bis 6 Dezember 2015 einen Großteil seiner Arbeiten, die in diesem Jahr entstanden sind. Hertel mach Kunst aus Müll: Kunststoff, Schrott, altes Holz – ein Großteil devon wird heute kostspielig recycelt. Steffen Hertel will in seiner Schau zeigen, dass aus Dingen, die andere wegwerfen, auch Neues entstehen kann. Er lässt vermeintlich Unbrauchbares mit Acryl-Mischtechnik neue abstrakte Verbindungen eingehen.

Die Schau wird am Samstag, 14. November, um 11 Uhr eröffnet. Bis zum Ende der Laufzeit ist sie im Amtsrichterhaus donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Erst vor einem Jahr entschied Hertel sich, den Beruf an den Nagel zu hängen und sich voll seiner Kunst zu widmen. Anfang 2015 setzte er das um. Was bei seinen kreativen Kompositionen aus antiken Bilderrahmen, Metallstücken, Mörtel und Stein, Plastik und Pappe, Styropor und Farbe entsteht – schauen Sie es sein „Upcycling“ einfach mal an.

Thematisch gut zum Thema passt das in der Schau stattfindende Konzert des „Elbe-Saiten-Quartetts“ am Freitag, 20. November 2015. Ihr neues Programm verspricht „Vier Gitarren und diverses Strandgut – Eine besondere Klangreise über alle Meere“. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 15,- Euro / erm. 10,- Euro (für junge Menschen bis 25 Jahre 5,- Euro). Die vier Hamburger Musiker nehmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise vom Nordatlanntik bis zum Bosporus, vom Pazifik bis zum indischen Ozean. Im Gepäck haben sie Klänge aus Irland, Lettland und der Türkei, den argentinischen Tango und Rhythmen aus Afrika und Brasilien – dargeboten nicht nur auf vier Gitarren …