Reinschnuppern in die Buchpreis-Kandidaten

Am 13. November können Literaturfreunde das Siegerbuch und die Nominierten zum Deutschen Buchpreis 2015 kennenlernen. Die Stadtbücherei Geesthacht stellt eine Auswahl mit einer Lesung ab 14.30 Uhr vor.

Geesthacht – Mit dem Deutschen Buchpreis wird jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse der beste Roman in deutscher Sprache ausgezeichnet. „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ von Frank Witzel ist der Gewinner 2015. Am Freitag, 13. November, stellen Gisela Ahlborn und Peter König von den „Lesefreu(n)den für Erwachsene“ dieses Buch und weitere Titel aus der jüngsten Longlist vor. Der Eintritt zur „Vorlesung“ in der Stadtbücherei, Rathausstraße 58, ist frei. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rund 15 Jahre hat Frank Witzel an diesem Buch gearbeitet, das zum literarischen Abenteuer geriet. Auf 800 Seiten versucht der Musiker und Autor aus Offenbach zu erfassen, wie ein 13-jähriger damals die Welt sah und verstand. Dem von den Kritikern hoch gelobten Buch – nichts zum schnellen Durchlesen, aber ein Stück Zeitgeschichte für eine ganze Generation – wird erhebliches literarisches und poetisches Gewicht zugesprochen. Der Roman ist im Februar 2015 im Berliner Verlag Matthes & Seitz erschienen (ISBN: 978-3-95757-077-2, empf. Preis 29,90 Euro).

Wie Büchereileiterin Susanne Schmidt mitteilt, sind neben Witzels Opus alle für den Buchpreis nominierten Titel (Longlist) in der Bücherei vorrätig und können nach der Veranstaltung ausgeliehen werden. Dazu gehören Alina Bronskys „Baba Dunjas letzte Liebe“, Ralph Dutlis „Die Liebenden von Mantua“, Jenny Erpenbecks „Gehen, ging, gegangen“, Heinz Helles „Eigentlich müssten wir tanzen“, Gertraud Klemms „Aberland“, Steffen Kopetzkys „Risiko“, Rolf Lapperts „Über den Winter“, Inger-Maria Mahlkes „Wie ihr wollt“, Ulrich Peltzers „Das bessere Leben“, Peter Richters „89/90“, Monique Schwitters „Eins im Andern“ (Schwitter war Stipendiatin im Künstlerhaus Lauenburg / Anm. d. Red.), Clemens J. Setzs „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“, Anke Stellings „Bodentiefe Fenster“, Ilija Trojanows „Machtund Widerstand“, Vladimir Vertlibs „Lucia Binar und die russische Seele“, Kai Weyands „Applaus für Bronikowski“, Christine Wunnickes „Der Fuchs und Dr. Schimamura“ sowie Feridun Zaimoglus „Siebentürmeviertel“.

ne Wunnickes „Der Fuchs und Dr. Schimamura“ sowie Feridun Zaimoglus „Siebentürmeviertel“.