Was historische Landkarten des Kreises verraten

Ein Ausflug nicht nur in die Geschichte: Am 19. November 2015 wird Dr. Christel Happach-Kasan in Friedrichsruh verraten, welche Bedeutung alte Landkarten der Region gewonnen und wie sie sich entwickelt haben. Sie ist mit ihrem Referat zu Gast bei der Otto-von-Bismarck-Stiftung.

Friedrichsruh – Fast wie Kunstwerke werden historische Landkarten von Kennern geschätzt. Oft geschmückt mit Städteansichten und Fabeltieren, entfalten sie ihren Wert jedoch an ganz anderer Stelle: Sie geben Zeugnis vom Wissensstand der jeweiligen Zeit über eine Region. Dr. Christel Happach-Kasan, eine ausgewiesene Kennerin der historischen Stecknitzfahrt, hat sich intensiv mit alten Landkarten des Kreises beschäftigt. Deren Bedeutung und Entwicklung stellt sie nun mit einem Vortrag bei der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh vor.

Das Referat mit dem Titel „Der Kreis Herzogtum Lauenburg auf historischen Landkarten – von Mercator bis zur Preußischen Landaufnahme“ beginnt um 19.30 Uhr im Stiftungsgebäude, Am Bahnhof 2. Der Eintritt ist frei, eine Teilnahme jedoch nur nach persönlicher Anmeldung möglich (Tel. 04104 / 97 71-0). Prof. Dr. Ulrich Lappenküper hält eine kurze Begrüßung.

Dr. Happach-Kasan war der Otto-von-Bismarck-Stiftung über viele Jahre als Kuratoriumsmitglied verbunden. Als Vorsitzende des Förderkreises Kulturdenkmal Stecknitzfahrt e.V. setzt sich die in Bäk bei Ratzeburg lebende Biologin für den Erhalt dieser historischen Wasserstraße ein. Am 19. November wird sie berichten, was sie beim Studium der historischen Karten festgestellt hat. Um deren Bedeutung wusste auch Otto von Bismarck, wie sein Brief an Leopold von Gerlach vom 2. Mai 1857 belegt: „Im Kriege wird [das Verhalten der deutschen Mittelstaaten] durch Furcht oder Mißtrauen für oder gegen uns bedingt, und das Mißtrauen wird ihnen kein Engel ausreden können, so lange es noch Landkarten gibt, auf die sie einen Blick werfen können.“