2,7 Millionen Euro für Bismarck-Stiftung

Förderung in Raten: Der Bund hat zusätzliche 2,7 Millionen Euro für die Otto-von-Bismarck-Stiftung bewilligt. Damit stehen der Bundesstiftung in Friedrichsruh nun insgesamt drei Millionen Euro für die Modernisierung der Dauerausstellung und den Bau eines neuen Veranstaltungsgebäudes zur Verfügung.

Berlin / Friedrichsruh – Mehr als ein Jahr hatte der Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU) aus Lauenburg für die Förderung gekämpft und zwischen der Stiftung und dem Bund vermittelt. Brackmann gehört dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages an. Dieser hat laut Brackmann in einer so genannten Bereinigungssitzung am 12. November 2015 den Bundeshaushalt 2016 beschlossen und darin die 2,7 Millionen Euro für die Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh bewilligt. Mit den bereits für 2015 beschlossenen 300.000 Euro stehen nun insgesamt 3,0 Mio. Euro für die umfassende Modernisierung und Erweiterung der Dauerausstellung im Historischen Bahnhofsgebäude sowie für die Errichtung eines multifunktionalen Veranstaltungsgebäudes auf dem Stiftungsgelände zur Verfügung. „Das ist ein großartiger Erfolg für die Stiftung und ein Gewinn für die ganze Region. Es hat sich gelohnt, im Haushaltsausschuss für die Förderung zu kämpfen!“ freut sich Brackmann

Wie geht es nun weiter nach der Bewilligung? „Von den 2,7 Mio. Euro stehen 2016 zunächst 500.000 Euro für die ersten Baumaßnahmen bereit. Über 2016 hinaus sind die restlichen 2,2 Mio. Euro bereits fest im Bundeshaushalt eingeplant und werden nach Bedarf und Umsetzungsstand freigegeben werden können“, erläutert Norbert Brackmann die Bundesförderung auf Raten. Es sei ihm „ein persönliches Anliegen“ gewesen, für die Otto-von-Bismarck-Stiftung eine dauerhafte Lösung zu schaffen, erklärte der Abgeordnete seine Initiative im Gedenkjahr 2015. Bismarck stehe nicht nur für seine Heimat, sondern für einen bedeutenden Teil unserer Geschichte.

Das neue Veranstaltungsgebäude werde die akuten Raumprobleme der Stiftung lösen, mehr Ausstellungsfläche und eine größere Flexibilität bieten. Mit den Bundesmitteln kann auch die dezentral untergebrachte Bibliothek an einem Standort zusammengeführt werden, was die wissenschaftliche Arbeit erleichtert. Darüber hinaus entstehe mit dem Neubau „auch in der Repräsentation für das Gedenken an den Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck eine würdige Ausstattung“. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung wahrt den Nachlass Otto von Bismarcks und wertet diesen für die Interessen der Allgemeinheit in Kultur und Wissenschaft, Bildung und Politik aus. Dafür erhält als eine von fünf Politiker-Gedenkstiftungen Deutschlands jährliche Fördermittel aus dem Bundeshaushalt.