„Lauenburgische Weihnacht“ im Nord- und Südkreis

Erstklassige Musiker, ein anspruchsvolles Programm und gutgelaunte Gäste – Zutaten, die die "Lauenburgische Weihnacht" in Mölln zum Erlebnis werden ließen.

Von Brigitte Gerkens-Harmann
Aumühle/Mölln – Gewohnt gutgelaunt und versiert, moderierte Jörg Geschke die beiden Konzerte im Nord –und Südkreis. Es waren Konzert-Abende, die sich wohltuend von den überall zu hörenden musikalischen Weihnachts-Dauerbrennern abhoben. Engagiert und mit Verve spielten und sangen Musiker aus der Region besinnliche, vergnügte, winterliche und ungewöhnliche Melodien. Das Format „Lauenburgische Weihnacht“ von Geschke und den Mitwirkenden konzipiert, überzeugte in Mölln und Aumühle die zahlreichen Besucher.
Im Festsaal im Möllner Stadthauptmannshof-Ensemble startete in diesem Jahr das Konzertangebot im  ausverkauften Saal. Die unterschiedlichen Genres zauberten die atmosphärisch dichte Vielfalt der Stücke. Dazu Geschke: “Wir nehmen sie mit auf eine musikalisch besinnliche Adventsreise: Mal jubelnd und mal still nachdenklich, mal laut und groß und mal klein aber fein. So besonders, wie der Advent es ist.“ Bei der „Lauenburgischen Weihnacht“ und ihrer Adventsmusik ging es um alte und neue Musik zur Jahreszeit. Zu hören gab es ein besonderes Programm: Klassiker aus dem Repertoire der traditionellen Weihnachtsmusik wechselte mit Lyrik aus dem Spät-Mittelalter. Es gab niederdeutsche Lieder, armenische Weisen und amerikanischen Weihnachts-Blues. Dazu rundeten Eigenkompositionen und vertonte Lyrik das Programm ab. So hatte Geschke das Gedicht „Die Hirtenstrophe“ von Peter Huchel in ein eindrucksvolles musikalisches Gewand gehüllt und, wie er sagte, der aktuellen Flüchtlings-Situation, gewidmet.
Ein Auszug ….
Wir gingen nachts gen Bethlehem
und suchten übers Feld
den schiefen Stall aus Stroh und Lehm,
von Hunden fern umbellt.
Und drängten auf die morsche Schwell
und sahen an das Kind.
Der Schnee trieb durch die Luke hell
und draußen Eis und Wind…..
Mit erheblichen Aufwand und ganz viel Herzblut war das Programm neu arrangiert dramaturgisch fein aufbereitet worden. Geschke:“In dieser Kombination, haben die Mitwirkenden noch nie zusammen gespielt.“ Dank sprach er den Mitgliedern des Folkclubs aus. Eine bewährte Kooperation, die zum Gelingen des Konzerts erneut beitrug.
So bunt wie die Musiken-Gruppe war die Vielfalt der Instrumente: Von Piano über Jazz- und Fingerstyle-Gitarre zu Cello und Schlagzeug sowie der Doppelrohrflöte Duduk war alles dabei. Außergewöhnlich eindrucksvoll der Gesang der Solistin Anna Bertram, die auch als Pianistin überzeugte.
Mit dabei war die Gruppe „ARTgenossen“ (Kay Wilke, Lennard Filsinger, Jens Pechel, Joachim Thiel). Naira Querobyan Khachatryan & Avag Khachatryan (Klavier, Duduk), Peter Köhler (Cello), Benjamin Lütke (Schlagzeug, Percussion) sowie Christoph Oeding ( Gitarren).