Geesthacht feiert Stadtjubiläum

2016 blickt Geesthacht auf 800 Jahre Stadtgeschichte zurück. Gefeiert wird das Jubiläum mit kaum zählbaren Veranstaltungen und Aktionen übers ganze Jahr. Vorträge, Musik, Filme, Poesie und Künste spielen eine Rolle. Ein Höhepunkt soll das 5. Elbfest im September werden.

Geesthacht – 1216 wurde Hachede (Hagede), damals ein Haufendorf an der Elbe, in einer Urkunde erstmals öffentlich erwähnt. Wenig später zerstörte wohl eine Elbeflut das Dorf und teilte es in Geest-Hachede und Marsch-Hachede (heute Geesthacht und Marschacht). 800 Jahre Ortsgeschichte sind kein Pappenstiel – und werden in der größten Stadt des Kreises deshalb gleich mit einem ganzen Festjahr gewürdigt. „Ein Fest von Geesthachtern für Geesthachter“ soll 2016 werden, kündigte der im Februar scheidende Bürgermeister Dr. Volker Manow an. Entsprechend viele Bürger, Gruppen, Vereine, Verbände, Unternehmen und Gemeinschaften aller Art wirken daran mit. Mehr als 50 Ideen für Stadt-, Bürger- und Partnerprojekte waren eingereicht worden, 22 wurden von einer Jury zur Realisierung ausgewählt. Das Gesamtprogramm mit allen Terminen und Informationen ist aufwww.geesthacht.de unter der Rubrik „800 Jahre Geesthacht“ zu finden.
Bei Britta Rienitz von der Tourist-Information läuft alles im Krügerschen Haus (GeesthachtMuseum) an der Bergedorfer Straße 28 zusammen. Mit Museumsleiter und Historiker Wolf-Rüdiger Busch steht ihr bei der Organisation ein berufs- und managementerfahrener Partner zur Seite. „Tolle Veranstaltungen und interessante Aktionen prägen von Januar bis Dezember das Stadtbild Geesthachts“, kündigt Rienitz an. Zur Information der Bürger und Gäste wurde eine Broschüre herausgegeben, die zunächst im Rathaus und bei der Tourist-Information ausliegt.
Zu den ausgewählten Projekten kreativer, kulinarischer, künstlerischer und naturfreundlicher Projekte gehören u. a. ein Foto- und ein Filmwettbewerb, Willkommensurkunden für Neubürger, Aktionen der Schulabschlussklassen, eine Pflanzaktion mit Krokussen und Tulpen oder Narzissen, Narzissen und 800-Jahr-Gerichte der Geesthachter Gastronomie und Bäckereien. Mit der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg und der Firma Euromint will die Stadt eine Sondermünze in Feinsilber und Feingold herausgeben, die ab dem 24. August erhältlich sein soll. Zahlreiche Vorträge, Konzerte usw. stehen auf dem Programm. Hier ein kurzer Blick in den nächsten Monat:

5. Februar / 19 Uhr, Jugendhaus Düne, Geesthachter Straße 101a
800-Jahre-Geesthacht-Poetry Slam
Bei diesem Slam müssen alle vorgetragenen Texte das Wort Geesthacht und die Zahl 800 erhalten – wie fantasievoll das in den Sechs-Minuten-Beiträgen geschieht, bewertet das Publikum.

12. Februar / 18.30 Uhr, Autohaus BrinkmannBleimann, Steinstraße 80
Justus Frantz spielt Frédéric Chopin
Das Konzert ist die musikalische Eröffnungsveranstaltung zur 800-Jahr-Feier. Beim Chillout spielt der Saxophonist Herbert Skibowski. Eintritt: 28,- / 24,- Euro, Karten bei Zigarren Fries und im Autohaus, Infotelefon: 04152 / 80 05-0

14. Februar / 18 Uhr, OberstadtTreff, Dialogweg 1
Chorkonzert „abgefahren!“
Der junge dynamische Rock-und-Pop-Chor „LoChorMotion“ aus Lüneburg unterhält fernab des herkömmlichen Repertoires, wobei die Überraschungen des Bahnfahrens eine besondere Rolle spielen … Eintritt: 9,- Euro im
Vorverkauf (Zigarren Fries), 11,- Euro Abendkasse
18. Februar / 19 Uhr, GeesthachtMuseum, Bergedorfer Straße 28
„800 Jahre Geesthacht – Geesthacht zwischen Hamburg – Stormarn – Lauenburg“
Ein Vortrag des Historikers Dr. Carsten Walczok zur Stdtgeschichte mit historichen Bildern aus dem Stadtarchiv auf Einladung der Bezirksgruppe Geesthacht im Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg
21. Februar / 11 – 14 Uhr, kleines Theater Schillerstraße, Schillerstraße 33
„Mein-Gesthacht“-Matinee
Die Geesthachter Filmkiste und die Jugendpflege Geesthacht stellen die von Geesthachter Jugendlichen produzierten Kurzfilme zum Stadtjubiläum vor, anschl. Bewertung und Preisverleihung. Eintritt: 3,- Euro

25. Februar / 19.30 Uhr,GeesthachtMuseum, Bergedorfer Straße 28
Kolloquium „800 Jahre Geesthacht“
Drei historische Kurzvorträge zur Stadtgeschichte von Wolf-Rüdiger Busch, Eckardt Opitz und Franklin Koptzsch mit anschließender Diskussion. Themen der Referate: Überblick über die Geschichte Geesthachts – Geesthacht, der Krümmel und Alfred Nobel – Die Bedeutung des Groß-Hamburg-Gesetztes von 1937 bis heute. Eine Kooperation mit der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg