Über imperialistisches Streben

Den europäischen Kolonialismus im 19. Jahrhundert beleuchtet Prof. Dr. Benedikt Stuchtey am 25. Februar mit einem Vortrag bei der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh.

Friedrichsruh – Wer sich für europäische Geschichte und Politik in größeren Zusammenhängen interessiert, vielleicht auch Parallelen zu heute ziehen möchte, sollte sich den 25. Februar 2016 notieren: Um 19.30 Uhr bietet die Otto-von-Bismarck-Stiftung, Am Bahnhof 2, einen Vortrag über „Europa und die außereuropäische Welt im Zeitalter der Imperien“ an. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter Tel. 04104 / 97 71-0 oderinfo@bismarck-stiftung.de wird gebeten.

Professor Dr. Benedikt Stuchteys Referat wird klar machen: Kein Kontinent hat die Eroberung der Erde so umfassend durchgeführt wie Europa. Profitstreben, Entdeckergeist, Ventil für die Überbevölkerung, Missionierung und Sozialdarwinismus gehörten zu den wichtigsten Antriebskräften. Moralisch-humanitäre, pazifistische, aber auch politische und ökonomische Leitideen standen ihnen gegenüber. In seinem Vortrag beleuchtet der Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der Universität Marburg den europäischen Kolonialismus des 19. Jahrhunderts in globaler Perspektive und fragt, wieso Kolonialismuskritik und Antikolonialismus das imperialistische Streben der europäischen Mächte nicht ins Wanken bringen konnten.