Beflügeltes Programm im Augustinum Aumühle

Im März versammeln sich die Musen im Augustinum Aumühle: Literatur, Bildende Kunst, Musik und Schauspiel geben sich ein Stelldichein bei Lesung, Vortrag, Ausstellungen, Kino, szenischer Darstellung und Konzerten.

Aumühle – Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, das öffentliche Kulturprogramm der Seniorenresidenz am Mühlenweg 1 breitet seine „Flügel“ aus. Das Augustinum lockt im März 2016 mit tollen Bildern, einem bewegenden Kinofilm, bedeutsamen Namen und ausgezeichneten Musikern. Hier wieder eine Auswahl der schönsten Kulturtermine – das gesamte Programm finden Sie unterwww.augustinum.de. Sie können es bei Kulturreferentin Franzsika Alberg auch bestellen (franziska.albert@augustinum.de).

Am 1. März (17 Uhr Theater, Eintritt 6,- Euro) liest die Schauspielerin Kerstin Reimann aus den Erinnerungen von Armin Mueller-Stahl. „Dreimal Deutschland und zurück“ heißt sein von Andreas Hallaschke aufgeschriebenes Buch, in dem er inspirierende Einblicke in seine Kindheit, sein facettenreiches Leben als Schauspieler, Musiker und Maler, Freigeist Weltenwanderer und Gentleman gibt. Wie nur wenige andere verbindet der Charakterdarsteller die Menschen in Ost und West. Auch Kerstin Reimann ist deutschlandweit unterwegs. Mit ihrer warmen lebendigen Stimme, souverän und humorvoll weiß sie ihr Publikum zu packen.

Wer ist denn dieser Menzel?“ fragt am 7. März (19.20 Uhr Theater, 5,- Euro) Dr. Claudia Czok aus Berlin. In ihrem Vortrag für die Volkshochschule Aumühle-Wohltorf setzt sich die Kuratorin auf die Spur des Jahrhundertkünstlers Adolph Menzel (1815-1905), der seine Bilder aus der Zeit Friedrichs II. von Preußen auf zahlreichen Gemälden und Hunderten von Buchillustrationen hinterlassen hat. Sein impressionistisches „Balkonzimmer“ und das schweißtriefende „Eisenwalzwerk“ sind seit über hundert Jahren in der Berliner Nationalgalerie ausgestellt. Dr. Czok stellt auch den Lithografen, Zeichner und Maler, dazu den fleißigen Briefschreiber Menzel vor. Zu ihm lohnt, wie sie weiß, der Blick auf die Menzel-Bestände im Bismarckmuseum Friedrichsruh und in der Hamburger Kunsthalle. Dr. Claudia Czok berichtet über das Entstehen der kulturhistorischen Ausstellung, „die mit Menzels autobiographischen Manuskripten, mit Nachlassgegenständen und zeitgenössischen Fotos zur längst fälligen Neubewertung der Biographie beiträgt.“

Stadt und Land“ widmet bis 8. Mai (Galerie, Eintritt frei) die Ausstellung der Malerin Martha Eddicks. Die Schau wird am 9. März um 17 Uhr eröffnet, Helmut Stuarnig (Bratsche) begleitet die Vernissage. Martha Eddicks verlebte ihre Kindheit in einer Großfamilie auf einem Bauernhof im Münsterland. Später unterrichtete sie fast 40 Jahre in der Grundschule. Seit mehr als 40 Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Hamburg. Eddicks beschäftigt sich seit fast 15 Jahren intensiv mit der Ölmalerei. Ihre bevorzugten Themen sind Landschaft, Gärten, ihre unmittelbare Umgebung und (das idyllische) Hamburg. Ihre abstrakten Gemälde sind farbstark, ein teilweise pastoser Farbauftrag gibt ihren Bildern eine gewisse Körperlichkeit. Zu sehen sind meist großformatige Bilder aus den vergangenen drei Jahren. Die Ausstellung kann täglich von 9 – 20 Uhr besucht werden.

In Kooperation mit dem Filmring Reinbek zeigt das Augustinum am 13. März (19.30 Uhr Theater, 6,- Euro) den Kinofilm „Der Chor – Stimmen des Herzens“. Das von Regisseur Francois Girard verfilmte Drama (USA, 2014, 103 Minuten) erzählt die Geschichte eines rebellischen Jungen (Garrett Wareing), der nach dem Tod seiner Mutter auf eine renommierte Chorschule kommt – sein bis dahin unbekannter Vater bezahlt das Schulgeld. Der junge Außenseiter wird vom berühmten Chorleiter (Dustin Hoffman) gefördert und kämpft sich dank seiner engelsgleichen Stimme zum gefeierten Solisten hoch – bis der Stimmbruch kommt …

Musik spielt auch eine Rolle am 14. März bei der szenischen Präsentation „Ach, Clara …!“ (17 Uhr Theater, 8,- Euro). Im Mittelpunkt steht die Begegnung zwischen Robert und Clara Schumann, dem wohl berühmtesten Paar der deutschen Musikgeschichte. Mehr als 500 Briefe belegen ihr eheliches Schicksal, auf das auch Johannes Brahms Einfluss nahm. Die Autorin und Schauspielerin Sibylle Maria Dordel – 2013 brillierte sie in Ritzerau beim KulturSommer am Kanal mit Camille Claudel – entdeckt schrittweise den Menschen Clara Schumann. Ihre sensible und kluge Hommage an diese besondere Frau und Künstlerin wird von Musikeinspielungen der jungen ukrainischen Pianistin und Schumann-Expertin Marina Branova begleitet.

Bilder in Tönen“ präsentiert am 22. März (19 Uhr Theater, 12,- Euro) das Duo „farbton“. Die Pianistin Elisaveta Ilina und der Schlagwerker Sönke Schreiber setzen in diesem Ensemble ihre Vorstellungen von Klang und Farbe um. Sie bedienen sich aus unterschiedlichen Musikstilen, verbinden klassische Werke, moderne Stücke und unbekannte Originalkompositionen zu einem neuen großen Ganzen. Bei diesem Kammermusikabend treffen Marimba und Klavier aufeinander, Vibraphon, Becken, Trommeln, Gongs und Glocken weisen gemeinsam neue Wege. So arrangieren Ilina und Schreiber für sich u. a. den „Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns und die „Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgsky neu – und servieren diese grandiosen Kompositionen mit neuer Frische und Lebhaftigkeit.

Werken von Johannes Brahms, Franz Schubert und Antonin Dvo?ák kann das Publikum beim Klavierabend zu vier Händen am 29. März (19 Uhr Theater, 6,- Euro) lauschen. Es spielt das Duo Silke-Thora Metthies und Christian Köhn – von der renommierten New Yorker Musikzeitschrift Fanfare als „eines der großartigsten Klavierduos unserer Zeit“ gelobt. Das Pianistenduo hat sich seit 1988 ein aktives Repertoire von rund 300 Kompositionen erarbeitet, nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen und mehr als 20 CDs veröffentlicht. Mit Sicherheit ein besonderes Ostergeschenk!