Jahresversammlung im Künstlerhaus

Am 31. März 2016 hält der Lauenburger Künstlerhaus-Verein seine Jahres-Mitgliederversammlung ab. Dabei geht es auch um die Zukunft der renommierten Einrichtung, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird …

Lauenburg – Internationale Stipendiatenstätte, Plattform für zeitgenössische Künste, einer der bekanntesten Kulturträger in der Stadt: Vieles hat der Künstlerhaus-Verein Lauenburg in den 30 Jahren seines Bestehens erreicht. Mit dem Betrieb des Hauses an der Elbstraße 54 und der Stadtgalerie in Nr. 28 sind Freude über deren Erfolg und zugleich Sorge über die Zukunft des Vereins verbunden – immer schwieriger werden die Finanzierung und die Betreuung des umfangreichen Kulturprogramms durch engagierte Ehrenamtler. Am Donnerstag, 31. März, ab 19 Uhr werden bei der seit jeher öffentlichen Mitgliederversammlung im Künstlerhaus auch diese Aspekte eine Rolle spielen.

Neben den üblichen Formalitäten geht es um den Stand der Vorbereitung auf das 30-jährige Bestehen in Verbindung mit der Kultursommer-Eröffnung am zweiten Juli-Wochenende. Auf der Tagesordnung steht auch das Thema Manpower: Neue Mitarbeiter sollen vorgestellt, über die Mitarbeiterrekrutierung gesprochen werden. Wer sich engagieren möchte, kann einfach zur Versammlung kommen und sein Interesse bekunden. Besprochen wird zudem die Vorbereitung der turnusgemäß anfallenden Vorstandswahlen 2017. Man darf gespannt sein, ob für Ulrike Mechau-Krasemann und ihre Stellvertreterin Dr. Ursula Schild schon eine Nachfolge in Sicht ist – beide hatten bereits im vergangenen Jahr ihren Wunsch nach einem Generationswechsel angedeutet. Ebenfalls beleuchtet werden sollen die Position und Situation des Künstlerhauses nach 30 Jahren – sicher verbunden mit dem Blick auf eine so zukunftsfähige wie praktikable Ausrichtung des Hauses.

Zu kämpfen hat das Künstlerhaus noch immer mit den enormen Kosten der Flutkatastrophe vor drei Jahren. „Abrechnung Hochwasser 2013“ ist der Tagesordnungspunkt benannt, hinter dem eine erhebliche finanzielle Problematik steckt: Noch immer sind nicht alle zugesagten Fördermittel für die Beseitigung der Hochwasserschäden geflossen. Das hat dem Verein, der die längst abgeschlossene Renovierung vorfinanzieren musste, einen Großteil der liquiden Mittel abgerungen. Um Kino im Künstlerhaus wird es gehen. Und darum, wie die „Zukunft der Stadtgalerie“ aussieht. Der Verein konnte die Räume bisher mietfrei nutzen – der Vertrag läuft jedoch in wenigen Monaten aus. Kurzum: Es dürfte interessant werden, wie die Einrichtung mit all den Herausforderungen umgeht.