Junger Jazz in der alten Schifferstadt

Am 2. April schlägt das Bela-Meinberg-Trio beim inzwischen 61. Konzert in der Reihe „da capo talento“ in Lauenburg auf. „Diabolus in Musica“ heißt der Abend mit anspruchsvollem jungem Jazz.

Lauenburg – Noch studieren sie, sind aber schon dabei, sich einen Namen als Musiker zu machen. Mit Béla Meinberg (Klavier), Giorgi Kiknadze (Bass) und Jan-Phillip Meyer werden am 2. April 2016 drei klasse junge Musiker das Publikum im Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Dresdener Straße 15 mit ihrem Jazz verwöhnen. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 12,- Euro, für Jugendliche bis 19 Jahre die Hälfte. Kids bis 16 Jahre und Flüchtlinge erhalten freien Eintritt, Besucher ohne finanzielle Reserven frei bleibende Plätze – eine Regelung mit Vorbildfunktion, die der dacata Konzerte Verein unter Führung von Initiator Bernhard Sdun sich da schon vor längerem ausgedacht hat.
Béla Meinberg, Student an der HfMT Hamburg, wurde vor kurzem als Pianist ins Bundesjugendjazzorchester aufgenommen. Auch die Hamburger Jazzszene beginne er schon aktiv mitzugestalten, so Bernhard Sdun. Mit neu besetztem Trio kommt er nun nach Lauenburg. Bassist Giorgi Kiknadze hatte bereits beim Abschiedskonzert von der Grünen Aula 2014 mit dem Aquarian Ensemble Quintett gespielt. Der bemerkenswerte Nachwuchsmusiker mit georgischen Wurzeln ist wegen seines Facettenreichtums und seiner Virtuosität bereits in ganz Norddeutschland gefragt. Motor des Trios ist der ebenfalls schon bekannte Schlagzeuger Jan-Phillip Meyer. Vier große Jazz-Standards und ihre Metamorphose durch die Stufen der Jazzinterpretationen will das Trio vorstellen. Fragen aus dem Publikum sind erlaubt – auch die nach dem „Teufel in der Musik“ (siehe Konzerttitel). Hier geht es um das so genannte Teufelsintervall, das im Jazz besonders häufig zu hören ist. Gemeint ist der Tritonus, ein musikalisches Intervall mit drei ganzen Tönen Abstand. Platzreservierung und Infotelefon zum Konzert: Bernhard Sdun, Tel. 04139 / 69 59 43 oder 0175 / 3616052.