"Fest der Kulturen"

Es wird international im Stadthauptmannshof Mölln: Beim "Fest der Kulturen" steht die Begegnung zwischen Deutschen und Menschen aus dem Ausland im Mittelpunkt. 16. April von 14 bis 19 Uhr.

(gh) Mölln – Wie klingt eine Duduk? Was für Farben mischen die Künstler aus Eritrea und wie schmeckt ein original syrischer Salat? Fragen, die im Dialog sehr schnell und unkompliziert beantwortet werden können, wenn beim „Fest der Kulturen“ Gäste ins Gespräch kommen. Die heimische Kultur begegnet den Kulturen der neu Angekommenen – diese bunte Mischung können Interessierte am Sonnabend, 16. April, im Ensemble des Möllner Stadthauptmannshofs erleben. Von 14 bis 19 Uhr stehen die Türen weit offen, gibt es ein kunterbuntes Programm mit dem Ziel, friedliche Begegnung mit kulturellen Facetten erlebbar zu machen.

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg und die Beiräte der Stiftung für Kunst, Literatur, Musik/Theater sowie Niederdeutsch veranstalten das Fest der Kulturen mit vielen Gruppen und Akteuren aus der Region, wobei einige der Teilnehmer aus so unterschiedlichen Ländern wie Syrien, Eritrea, Türkei oder dem Iran stammen.   

Vom Vorstand der Stiftung sagte Jörg Geschke dazu:“ Wir wollen mit diesem Fest einen Prozess beginnen. Es soll der Auftakt für eine Reihe von kulturellen Angeboten werden. Schon beim Möllner Folksfest und dann später im November beim Kulturgespräch werden wir den Gedanken der Kulturfeste und Begegnungen weiter spinnen.“ Andrea Funk, Geschäftsführerin der Stiftung, informierte:“ Das abwechslungsreiche Fest im Zeichen der Ankunft vieler Flüchtlinge in unseren Städten und Gemeinden bietet für jeden Geschmack etwas.“

Geplant ist ein Drum Circle (Helga Reihl, Peter Kaiser); eine Installation des BBZ-DAZ-Projekts mit dazugehörigen persischen Tanzaufführungen, Rezitationen sowie einer musikalischen west-östlichen Begegnung (u.a. Ebrahim Sharghi, Stephan Wollweber, Kerstin Gieseck-Schumacher, Christoph Ernst (Literaturbeirat); Fotografien von Ziad Daaboul (Syrien); Gemälde von Khaled Abdulkader (Eritrea); Musik aus Armenien (Naira und Avag Khachatryan); Werke von Mozart und Schubert (Uwe Rasmussen); SingAlong (Jörg-Rüdiger Geschke); iranische Lieder (Amin Farhadi); arabischer Hip-Hop per Videoclip; Musik auf der Saz und Gesang (Hamit Cebici); Druckgrafik, die man selbst erstellen und mitnehmen kann (Stefan Kruse, Kunstbeirat); plattdeutsche Lesung (Fatma nur Topaloglu); ein plattdeutsches Glücksrad (Thorsten Börnsen, Leiter des Niederdeutschzentrums); Kinderschutzbund-Aktion: Bilder gemalt von Kindern aus Mölln und Kapstadt (Bruni Jürss, Franz Albracht)

Wichtig war den engagierten Organisatoren, dass das unkomplizierte Miteinander im Mittelpunkt steht. Abendland trifft auf Morgenland – und das wird wörtlich genommen, denn so Geschke, es wird auch Musik von Mozart geben und die Beiträge op Platt dienen ebenfalls dazu, deutsches Kulturgut zu vermitteln.

Peter Perner, Sprecher der Beiräte, zeigte sich hoffnungsfroh, dass das Fest der Beginn von farbigen und pulsierenden Aktionen wird, die nachhaltig sind, sich in weiteren Veranstaltungen fortentwickeln und so starke Signale gegen Ausländerfeindlichkeit setzen. Kultur eröffnet Möglichkeiten der Kommunikation auch auf einer nichtsprachlichen Ebene und trägt zum gegenseitigen Verstehen bei.

Bisher 18 Programmpunkte stehen auf der Liste für diesen besonderen Nachmittag. Die Moderation übernehmen Geschke und Perner gemeinsam. „Ein Zeitkonzept gibt es zwar noch nicht, doch sind einige Eckpunkte, wie der “Drum Circle“ um 16 Uhr und das abschließende „Sing Along“ schon fest“, so Geschke. Am Tag der Veranstaltung werden Programme ausgehängt.

Musik, Kunst und Tanz, Literatur und Aktion werden umrahmt und sinnlich angeregt, durch eine Vielzahl von kulinarischen Angeboten. Funk:“ Arabische und türkische Spezialitäten werden ebenso angeboten, wie Süßes aus der deutschen Küche.“