Neue Kulturmanagerin im Künstlerhaus

Das Künstlerhaus Lauenburg hat eine neue Kulturmanagerin. Marita Landgraf (34) löst Volker Hillmann ab, der zehn Jahre lang das Haus geleitet und die Stipendiaten betreut hatte.

Lauenburg – Zum 1. April 2016 hat Marita Landgraf ihre neue Teilzeitstelle angetreten. 16 Wochenstunden kann sie für die Internationale Stipendiatenstätte einsetzen, zunächst will sie montags und dienstags ganztägig im Hause sein. Die in Halle an der Saale gebürtige Kunst- und Kulturvermittlerin lebt seit 2014 in Hamburg. Sie hat dreieinhalb Jahre für das Künstlerhaus Bremen gearbeitet, danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Seit eineinhalb Jahren gehört sie außerdem zum Team der Hamburger Galerie Mathias Güntner.

Landgraf studierte in Erfurt Kunst und Englisch, ehe sie sich in Bremen auf Kunst- und Kulturvermittlung spezialisierte und das Studium mit dem Master abschloss. Aus ihrer Zeit im Bremer Künstlerhaus seien ihr die Arbeit und Strukturen einer solchen Einrichtung schon vertraut, sagt sie. Die Mitwirkung an dem Projekt zu Fotografie und Neuen Medien iam Museum für Kunst und Gewerbe habe ihr Spektrum ebenso erweitert wie die Galeriearbeit.

Die ersten Ziele für die renommierte Einrichtung in Lauenburg hat die neue künstlerische Leiterin im Einvernehmen mit dem Vorstand des Künstlerhausvereins bereits gesteckt. „Ein Schwerpunkt soll die bessere und weitere Vernetzung sein. Wie wollen in einen Austausch kommen und langfristige Kooperationen aufbauen“, so Marita Landgraf. Gedacht sei an die Metropolregion Hamburg ebenso wie Hochschulen und Universitäten oder Kunsteinrichtungen im Umfeld. Ihre bestehenden Netzwerke wolle sie hierfür einsetzen. Die Bewerbung englischsprachiger Künstler solle gestärkt und weiter verbreitet werden. Auch um die Akquise von Fördermitteln für größere Projekte – „ein wichtiger Punkt“ – will Landgraf sich kümmern. Noch hat sie viel mit Organisation und Verwaltungsangelegenheiten zu tun. „Vielleicht gelingt es uns, dafür eine Hilfskraft zu gewinnen“, hofft sie – dann könne sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: die Stipendiaten, die Projekte sowie die konzeptionelle und inhaltliche Neuausrichtung des Künstlerhauses und der Stadtgalerie.