"Die Welt braucht Lieder"

Mit einem schwungvollen Konzert startete das Viehhaus Segrahn in den Frühling: Klassiker von Musik-Legende Udo Jürgens standen auf dem Programm.

Von Brigitte Gerkens-Harmann
Segrahn – Kulturmanagerin Ilsabe von Bülow hieß über 80 Musikfreunde zu einem temperamentvollen Konzert mit Pianist Professor Theede (Flensburg) willkommen. Mit dem Ohrwurm „Liebe ohne Leiden“, ebenso virtuos wie expressiv gespielt, begann der klassische Konzertpianist Prof. Michael Theede seinen Solo-Klavierabend. Er spielte ausschließlich Kompositionen von Udo Jürgens (1934 – 2014).
Dem Mega-Star, der noch mit 80 Jahren auf Tournee ging, über 1000 Stücke komponierte, mit 50 Jahren Bühnenpräsenz glänzte und sich in die Herzen der Menschen auf der ganzen Welt sang, huldigte Prof. Theede auf besondere Art: Mit einem fein abgestimmten Lieder-Zyklus, mit sehr informativen Zwischen-Moderationen und mit einer offenen und herzlichen Art, erinnerte der Pianist an Udo Jürgens.
Mit „Die Welt braucht Lieder“, „Was ich dir sagen will“ oder auch dem humorvollen „Alters-Werk“ dem Song „Es lebe das Laster“, überzeugte Prof. Theede das gut gelaunte und mit herzlichem Beifall nicht geizige Segrahner Publikum. Viele der Klassiker aus der Feder von Udo Jürgens, spielte Prof. Theede im Viehhaus und – wie Jürgens, an einem weißen Flügel. Auch wenn es nicht ein so prachtvolles und luxuriöses Instrument war, was der Mega-Star auf seinen Tourneen nutzte, so war der kleine Flügel auf der kleinen aber feinen Bühne im idyllischen Viehhaus doch passend und dem Rahmen sehr angemessen.
Der in Segrahn so überzeugend spielende Pianist wurde 1975 in Flensburg geboren. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er auf Schloss Glücksburg. Über Jahre mit Udo Jürgens bekannt,  widmet Professor Michael Theede seinem Idol Klavierabende zu dem das Publikum gern ein freundliches „Merci“ sagte.
„Merci, Chérie“ ist der Titel des Gewinnerliedes des Eurovision Song Contest 1966 in Luxemburg. Komponiert wurde er von Udo Jürgens und Thomas Hörbiger und interpretiert von Jürgens. Trotz des französischen Titels ist der Text auf Deutsch verfasst. Der Inhalt handelt von einem Mann, der seiner Geliebten beim Abschied für gute Zeiten und positive Augenblicke dankt.