Konzert mit „Stabat Mater“ von Karl Jenkins

Der Geesthachter St.-Barbara-Chor bereitet sich auf ein Konzert der besonderen Art vor: Am 21. Mai wird in der katholischen Kirche an der Waldstraße das „Stabat Mater“ von Karl Jenkins aufgeführt.

Geesthacht – Karl Jenkins (geb. 1944) ist derzeit der europäische Komponist par excellence. Der in Wales lebende Oboist, Saxophonist und Keyboarder war viele Jahre in der Jazzszene aktiv und gilt als einer der bekanntesten Komponisten unserer Zeit. Seine Gabe, die verschiedenen Stilrichtungen, Ethnien und Sprachen, die U- und E-Musik verschmelzen zu lassen, ist bewundernswert. Dieser Begeisterung gab der St.-Barbara-Chor bereits vor zwei Jahren in Geesthacht Raum – mit der Aufführung des monumentalen Werks „The Armed Man“, das den Opfern des Kosovo-Krieges gewidmet ist. Nun studiert der Chor unter der Leitung von Wolfgang Hochstein auf Hochtouren eine weitere Jenkins-Komposition ein: sein „Stabat Mater“.
In seinem 2008 komponierten Oratorium „Stabat Mater“ vertont Jenkins die mittelalterliche lateinische Dichtung vom Leiden Mariens unter dem Kreuz ihres Sohnes. Dabei verknüpft Jenkins traditionelle Stilmittel mit ethnischen Klängen verschiedener Kulturkreise. Wolfgang Hochstein: „Große Spannungsbögen reichen von aufwühlendem Schmerz zu tröstlicher Hoffnung. Ergänzende Texte in Hebräisch, Aramäisch, Arabisch und Griechisch spiegeln die zur Zeit Jesu herrschende Sprachvielfalt wider. Orientalischer Gesang und Instrumente treten in Kontrast zu Chor und Orchester und repräsentieren die Verbindung von Morgen- und Abendland. Das Stück bewegt und erschüttert, fasziniert und begeistert durch die ausdrucksstarke Melodik.“
Die von Wolfgang Hochstein geleitete „Stabat Mater“-Aufführung am 21. Mai beginnt in St. Barbara (Waldstraße 2) um 19.30 Uhr. Es singt der St.-Barbara-Chor, dazu spielt ein Orchester der Musikhochschule Hamburg. Als Solisten wirken mit Julia Schilinski und Derya Yildirim (europäischer und orientalischer Gesang) sowie Avag Khachatryan (Duduk) und Kerstin Wolf (Orgel).
Der Eintritt kostet 17,- Euro, für Schüler und Studierende 10,- Euro. Der Vorverkauf in Geesthacht bei Zigarren Fries (Bergedorfer Straße 46) und im Pfarrbüro (Waldstraße 4) hat soeben begonnen. Da mit großem Andrang zu rechnen ist, wird empfohlen, sich rechtzeitig um eine Karte zu bemühen.