Drei Tage Hochzeit für die alte Musik

Vom 5. bis 7. Mai 2016 lädt der dacata-Konzerteverein Lauenburg zu Musik vom Mittelalter bis zum Barock ein. In drei Kirchen spielen an drei Abenden das Psalterensemble „KontraStreich“ Gudow und das Ensemble „Studio Alte Musik“ aus Stuttgart.

Lauenburg – Das Eröffnungskonzert am Donnerstag, 5. Mai, in der Maria-Magdalenen-Kirche bestreitet das Psaltersensembel „KontraStreich“ Gudow unter Leitung von Karl Lorenz mit „Musik wie von Engeln“. Am Freitag, 6. Mai, präsentieren die Stuttgarter Gastmusiker in der St.-Johannis-Kapelle in Schnakenbek Impressionen aus Mittelalter, Renaissance und frühem Barock. Am Samstag, 7. Mai, gießen sie in der Auferstehungskapelle des Lauenburger Hauptfriedhofs ein Hochbarockes Füllhorn aus. Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt kostet jeweils 12,- Euro, für Jugendliche bis 19 Jahre 6,- Euro, Jugendliche bis 16 Jahre und Flüchtlinge haben freien Eintritt. Karten können unter Tel. 04139 / 69 59 43 oder 0175 / 361 60 52 reserviert werden.
Mit diesen drei Abenden wird der 2011 von Bernhard Sdun gegründete Verein da capo talento (dacata) stolze 64 öffentliche Konzerte organisiert haben. Bühne für die „Drei Tage alte Musik“ sind die Gotteshäuser der evangelischen Kirchengemeinde. Das Gudower Streichpsalterensemble präsentiert sich am Donnerstag in der Besetzung Emma Henschel (15), Wiebke Hamann (17), Lena Barghahn (17), Leonie Barghahn (16) und Greta Hamann (15). Sie spielen auf Sopran-, Alt-, Tenor- und Basspsalter sowie einer Tastenkantele. Birgit Moebis begleitet die Gruppe mit Stimme, Cembalo und Schlagwerk. Die Leitung liegt in den erfahrenen Händen von Kirchenmusikdirektor i. R. Karl Lorenz.
Das Ensemble „Studio Alte Musik“ setzt sich zusammen aus Dozenten, herausragenden Studierenden und Ehemaligen der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Unter Leitung von Hans-Joachim Fuss wollen sie in zwei Konzerten einen Bogen spannen „von der ergreifenden Musiksprache eines fernen Mittelalters über die zarte Polyphonie der Renaissance, den wilden ‚Stylus fantasticus‘ des Frühbarock bis hin zum farbenprächtigen affekt-/effektgeladenen Zeitalter des Barock, der Perle der europäischen Musikkultur“, so Fuss. Die Gäste sind mit Manuel Dahme (Cembalo), Serena Bellini (Sopran, Blockflöte, Zink) und Carolin Daub (Barockoboe, Blockflöte) vokal und instrumental gut aufgestellt. Ihr Konzert am Freitag in Schnakenbek steht unter dem Leitsatz „Lust hab‘ ich g’habt zuer Musica", das am Samstag in der Auferstehungskapelle unter dem Motto „Lauter Wonne – lauter Freude“.