Erstpräsentation der 30. Stipendiatengeneration

Am 22. Mai stellen sich die fünf Landesstipendiaten 2016 im Lauenburger Künstlerhaus vor. Ab 14 Uhr gewähren sie erste Einblicke in ihre Arbeitsweisen.

Lauenburg – Schon Anfang Mai sind die ersten Künstler eingezogen. Bei der offiziellen Begrüßung und traditionellen Erstpräsentation zeigen nun Janine Eggert, Christian Helwing und Benjamin Zuber (Bildende Kunst), Janko Marklein (Literatur) und Donny Karsadi (Komposition) eine Auswahl aus ihrem Werk, die einen Einblick in ihre Arbeitsweise gibt. Zur Vernissage am Sonntag, 22. Mai 2016, um 14 Uhr und zur anschließenden Ausstellung im Atelier des Künstlerhauses an der Elbstraße 54 sind Neugierige und Freunde zeitgenössischer Künste willkommen. Um 15.30 Uhr liest Janko Marklein aus seinem Debütroman „Florian Berg ist sterblich“, danach gibt Donny Karsadi ein Klangbeispiel mit Live-Elektronik. Das Gespräch mit den Künstlern können die Besucher anschließend bei Kaffee und Kuchen auf der Elbterrasse suchen.

Janine Eggert (*1978 in Lübeck) kommt aus Berlin. Sie befragt in raumgreifenden Installationen und Skulpturen die Formenvielfalt und Perfektion von industriellen Bauelementen und Apparaturen, deren Konstruktionen durch Symmetrie und Wiederholung gekennzeichnet sind. Diese Formen werden von der Künstlerin zerlegt und neu zusammengesetzt, wobei sie oft einem ornamentalen Muster folgt. Aus ihrem technischen Kontext herausgelöst, entfalten die stark vergrößerten Objektdetails eine fast dekorative Ästhetik. www.janineeggert.com

Die installativen Arbeiten von Christian Helwing (*1969 in Osterode) beziehen sich immer auf die räumlichen Gegebenheiten am Ort. Durch künstlerische Eingriffe reagiert er auf vorhandene architektonische Strukturen und Materialien, um eine neue Wahrnehmung des Raumes zu eröffnen. Im Rahmen der Erstpräsentation wird Helwing einen „Informationsraum“ in den Ausstellungsraum integrieren. www.christianhelwing.de

Benjamin Zuber (*1982 in Bamberg) vereint in seinen multimedialen Installationen Video, Objekt, Performance, Malerei, Zeichnung und Fotografie. Mit einem Augenzwinkern hinterfragt er gängige Klischees, Rituale, Erwartungshaltungen und gesellschaftliche Bewertungsstrukturen, die er in seinen Arbeiten zu dekonstruieren versucht. Am Anfang steht immer die Konzeption, zu deren Umsetzung sich Benjamin Zuber dann auf die Suche nach Technik und Materialien begibt, um sie an ihre physischen wie gesellschaftlichen Belastungsgrenzen zu bringen. www.benjaminzuber.com

Donny Karsadi (*1985 in Prabumulih, Indonesien) lebt und arbeitet in Bremen. Er komponiert elektroakustische und instrumentale Musik, wobei sich beide Bereiche wechselseitig beeinflussen. Improvisation mit alltäglichen Gegenständen ist ein wesentliches Element seiner Klangarbeiten. Er lässt sie in den Kompositionsprozess, aber auch in die Aufführung einfließen. Donny Karsadis Oeuvre umfasst Werke für Solo-Instrumente, Vokalensemble, Kammermusik, Akusmatik, Live-Elektronik und Multimedia. www.donnykarsadi.com

Janko Markleins Debütroman „Florian Berg ist sterblich“ handelt vom gleichnamigen Hauptdarsteller. „Ein typischer Grübler im Teenager-Alter aus den Tiefen der norddeutschen Ebene. Er war noch nie verliebt und glaubt, dass sein Heimatort Wulsbüttel zwischen Bremen und Bremerhaven so eine Art verdichtetes Bild der Wirklichkeit ist.“ (Tomasz Kurianowicz, Der Tagesspielgel). Janko Marklein (*1988 in Bremen) wurde für seinen Roman mit dem ersten Preis beim open mike 2010 und mit dem Bremer Autorenstipendium 2012 ausgezeichnet. www.jankomarklein.de