„Zeit für Kunst“ bei der VHS Geesthacht

Der Hamburgische Künstlerclub von 1897 steht im Zentrum eines Kunstvortrags von Meike Wenck. Am 31. Mai erzählt die Kulturwissenschaftlerin über neun Künstler, deren Zusammenschluss damals einen Skandal hervorrief …

Geesthacht – „Zeit für Kunst“ heißt die Betrachtungsreihe, die in diesem Jahr bei der VHS Geesthacht begonnen hat. Referentin ist die Kulturwissenschaftlerin Meike Wenck, vielen als ehemalige Kustodin des Schwarzenbeker Amtsrichterhauses bekannt. Ihr zweiter Vortrag in der Reihe findet am Dienstag, 31. Mai 2016, von 18 bis 19.30 Uhr am Buntenskamp 22 statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,- Euro, um Anmeldung unterinfo@vhs-geesthacht.de oder Tel. 04152 / 46 22 wird gebeten (montags bis freitags 9 – 12 Uhr, montags und donnerstags auch 15 – 18 Uhr).

An der Alster, Elbe und Bille wurden viele Bilder von Ausstellungen des Künstlerclubs gemalt. Sie zeigen Hamburg und das Umland, das einfache Leben der Fischerfamilien auf Finkenwerder. Was die jungen Künstler verband, war das Malen in der freien Natur mit hellen Farben, im Licht des Sommers und in oft kühnem Blickwinkel. Ernst Eitner, Arthur Illies, Julius von Ehren und ihre Freunde gehörten zu jenen deutschen Künstlern, die als erste und in überzeugender Weise die Anregungen der Impressionisten aufgriffen und verarbeiteten.

In der Hamburger Kunsthalle hatte Alfred Lichtwark, der erste Direktor, im Frühjahr 1895 zum ersten Mal Bilder von Monet, Pissarro, Sisley und Manet ausgestellt. Die Hamburger Maler folgten den Vorbildern und beschäftigten sich malend mit dem Licht. Lichtwark nahm sie aufmerksam wahr, erteilte ihnen Aufträge für seine Sammlung von Bildern aus Hamburg und ermutigte sie, sich zusammenzuschließen. Wencks Vortrag beschäftigt sich mit diesen neun Künstlern und beleuchtet den Zusammenschluss, der damals unter den traditionsbewussten Hanseaten einen Skandal hervorrief. Am 12. Juli folgt der nächste Vortrag. Dann geht es um „Franz Marc, August Macke und Robert Delaunay – Eine deutsch-französische Künstlerfreundschaft im Vorfeld des ersten Weltkriegs“.