Cäcilienoden von Mozart und Britten

Mehrere große Komponisten haben in unterschiedlichen Jahrhunderten Cäcilia, der Musikpatronin unter den Heiligen, Hymnen gewidmet. Am 18. Juni 2016 sind in Aumühle gleich zwei davon zu hören.

Aumühle – Um 18 Uhr beginnt das Konzert mit Musik von Mozart und Britten in der Aumühler Bismarck-Gedächtnis-Kirche, Börnsener Straße 25. Das Publikum wird mit Mozarts Klavierkonzert A-Dur (KV 488) in den Abend eingeführt. Danach sind Brittens „Hymn to St. Cecilia“ und Mozarts „Ode auf St. Caecilia“ zu hören. Solisten sind Sonja Adam (Sopran) und Martin Rainer Leipoldt (Tenor), dazu singt die Kantorei Aumühle zur Begleitung des Orchesters Nordheide und Susanne Bornholdt am Klavier. Geleitet wird das Konzert von Claudia Zülsdorf und Kantorin Bornholdt. Der Eintritt kostet 15,- euro.
Das Konzert soll nicht nur eine Reverenz an Cäcilia sein, sondern führt musikalisch auch durch drei Jahrhunderte. Im Mittelpunkt steht die moderne Version der Cäcilienode von Benjamin Britten. Sie wird Händels historischer Version, die Mozart in großartiger Weise bearbeitet hat, gegenübergestellt. „Während Mozarts Bearbeitung sich auf die Umsetzung des barocken Klangbildes in seine Zeit beschränkt, hat Britten mit einem völlig neuen Text ein ganz eigenständiges Werk, aber weitgehend nach dem gleichen Muster und Vorbild wie Händel, geschaffen“, erklärt Henning von Wedel. Es gehe um die Macht der Musik und die Kraft der Instrumente, die in ihrer Unterschiedlichkeit ähnlich wie menschliche Stimmen verschiedene Gefühlsschichten ansprechen und die Zuhörer unabhängig von den gesungenen oder gesprochenen Worten unmittelbar anrühren.
Eine Einführung in die interessante Tradition der Cäcilienoden auch schon vor Händel geben Susanne Bornholdt und Henning von Wedel am 14. Juni ab 20 Uhr im Gemeindesaal. Sie werden den nicht einfach zu verstehenden Text der Britten-Vertonung von W. H. Auden und die für manche Ohren fremde Harmonik des britischen Werkes erklären. Die Einführung ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.