Vielseitigkeit ist das Programm

Die Gruppe "Triologue" feierte 10. Geburtstag mit einem besonderen Konzert in Ratzeburg im Rokokosaal.

(te) Ratzeburg – Vor zehn Jahren hat die Band Triologue ihr allererstes Konzert im Rokokosaal des Herrenhauses am Domhof in Ratzeburg gespielt. Fast genau eine Dekade später kam das Trio jetzt zum Jubiläumskonzert an den Ort seiner Anfänge zurück. Auch wenn nur rund 30 Besucher den Weg in den Rokokosaal fanden, ließen sie sich schnell einfangen und zeigten sich begeistert von Triologues Klangwelten.
2006 hatte das Trio um den damaligen Schlagzeuglehrer der Kreismusikschule Herzogtum Lauenburg, Olaf Koep, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Lehrerkonzerte" gespielt. Jetzt war erneut eine Kooperation mit der Kreismusikschule zustande gekommen. So begrüßte Kreismusikschulleiter Peter Seibert die Zuhörer im Rokokosaal. Triologue lasse sich in keine Schublade einsortieren, stimmte Seibert auf den Konzertabend ein: "Alle drei Musiker sind hervorragende Künstler und verschmelzen zu einem furiosen Ensemble". Triologue war in der Besetzung Ninon Gloger (Piano), Olaf Koep (Schlagzeug) und Johannes Huth (Bass) zu hören. Bassist Huth ist seit rund vier Jahren dabei an Stelle von Alexander Carôt, der zur Originalbesetzung gehörte.
In den Rokokosaal mitgebracht hatte das Trio ein Programm, das auf den Raum abgestimmt war und einen Querschnitt bot aus der zehnjährigen Geschichte der Band. Erneut präsentierte sich die Musik abwechslungsreich und spannend und die Künstler schufen eine faszinierende Bandbreite an Klängen, zumal neben Piano, Schlagzeug und Bass weitere, zum Teil exotische Instrumente zum Einsatz kamen. Dazu gehörten unter anderem eine Tabla – das ist eine traditionelle indische Trommel – sowie eine Array Mbira, eine aus den USA stammende Weiterentwicklung eines auch als Daumenklavier bekannten afrikanischen Instruments. Aber auch Kuhglocken, Gongs und Abdeckungen von Herdplatten gehörten zum Instrumentenreigen. Mit darauf niederprasselndem Reis sowie Drumsticks entlockten die Musiker ihnen die passenden Klänge zu "Alpenglühen", so der Songtitel.
"Vielseitigkeit ist das Programm", beschrieb Olaf Koep den musikalischen Charakter von Triologue. Einfühlsame, sanfte Klänge luden immer wieder zum Träumen ein, steigerten sich ein ums andere Mal und wurden zu vorwärts treibenden, mitreißenden Passagen, um doch wieder in die Ruhe zu finden. Musikalische Überraschungen und unerwartete Wendungen zogen sich durch das Programm aus größtenteils Eigenkompositionen. Dazu kamen "Bulgaria", ein Song des US-amerikanischen Jazz-Schlagzeugers Peter Erskine, sowie Chick Coreas "La Fiesta".