Vortrag über König Ludwig II.

Die Otto-von-Bismarck-Stiftung lädt ein zu einem Vortrag über König Ludwig II. am 16. Juni. Über den „unzeitgemäßen“ bayerischen König spricht Prof. Dr. Hermann Rumschöttel.

Friedrichsruh – Otto von Bismarck hatte mit dem bayerischen König verhandelt, um den preußischen König Wilhelm I. zum Kaiser des neu gegründeten Deutschen Reichs zu machen. Im so genannten Kaiserbrief (1870), den Bismarck aufsetzte, schrieb Ludwig an die deutschen Fürsten und trug darin Wilhelm die Kaiserwürde an. „Ich bin […] mit ihm […] bis an sein Lebensende in günstigen Beziehungen […] geblieben und habe dabei jederzeit von ihm den Eindruck eines geschäftlich klaren Regenten von national deutscher Gesinnung gehabt, wenn auch mit vorwiegender Sorge für die Erhaltung des föderativen Princips der Reichsverfassung und der verfassungsmäßigen Privilegien seines Landes“, hielt Otto von Bismarck in seinen „Gedanken und Erinnerungen“ zum Kontakt Ludwig II. fest.

Mehr über den damaligen Handel und den volkstümlich als Märchenkönig bekannten Wittelsbacher verrät der Archivar und Historiker Prof. Dr. Hermann Rumöttel (74) aus Neubiberg. Er war mehr als zehn Jahre Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns und wurde mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnet, u. a. 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Sein Vortrag „König Ludwig II. von Bayern – ein unzeitgemäßer König?“ am Donnerstag, 16. Juni 2016, in Friedrichsruh (Am Bahnhof 2) beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Tel. 04104 / 97 710 oderinfo@bismarck-stiftung.de wird gebeten.