10. Wentorfer Kulturwoche geht an den Start

Vom 17. bis 26. Juni steigt die inzwischen zehnte Wentorfer Kulturwoche: in diesem besonderen Jahr mit insgesamt 120 unterschiedlichen Angeboten an 20 verschiedenen Stellen in der Gemeinde – und erstmals mit Beteiligung von Flüchtlingen.

Wentorf – „2007 hätte wohl niemand von uns sich vorstellen können, dass wir heute im Jahr 2016 unser zehnjähriges Bestehen feiern können. Aber dank eines Orgateams von immer zehn bis elf Ehrenamtlichen haben wir es geschafft!“ Initiatorin Sybille Marks ist darauf stolz. Denn so viel anhaltendes Engagement ist nicht selbstverständlich. Es „brummt“ in diesem Jahr, auf dem Programm stehen drei Gottesdienst, 20 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, 14 kulinarische Angebote, drei Veranstaltungen zur Kulturgeschichte, 16-mal Kunst und Ausstellungen, fünfmal Literatur, drei Mitmachaktionen, 31 Musiktermine, achtmal Tanz, viermal Theater, 13 Wokshops und zwei Filme, davon einer open Air.

Ein besonderer Programmpunkt in diesmal die Teilnahme des „Runden Tisches Asyl Wentorf“ mit einem täglichen Programm vor dem Rathaus. „Wir hoffen, dass dabei viele Gespräche und Kontakte geknüpft werden und dass sich „alte“ und „neue“ Wentorfer Bürger kennen und schätzen lernen“, sagt Marks. Wie berichtet, werden in Gemeinschaftsausstellungen die Künstler Khaled Abdulkader aus Eritrea (jetzt wohnhaft in Büchen) und Hajar Issa aus Syrien (Wentorf) sowie Jalal Yamani mitmachen, der schon seit 40 Jahren mit seiner Familie in Deutschland lebt. An den Mitmach-Aktionen kann sich jedermann beteiligen. So soll die „Freie Kunst auf der Wäscheleine“ die Alte Schule draußen umrunden. Beim Fotowettbewerbs „Bäume und ihre Geschichte in Wentorf“ wählt das Publikum mit seinem Votum das schönste Foto und die dazugehörige Baumgeschichte aus. Mit einer „Wir-verschenken-Zeit“-Tombola (1,- Euro/Los) wird die Kulturwoche finanziell unterstützt. Das komplette Programm finden Sie unterwww.wentorfer-kulturwoche.de. Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Lesen – es gibt sehr viel zu entdecken.

Wer wissen möchte, was in zehn Jahren Kulturwoche zu erleben war: In der Alten Schule ist eine Dokumentation zu sehen. „Sie hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist eine Sammlung der Dinge, die noch aufbewahrt wurden, aber sie geben dem Betrachter einen Über- und Einblick in unsere bisherigen Veranstaltungen“, so Sybille Marks. Was noch zu wünschen bleibt: „Viele Gäste und Besucher, schönes Wetter, gemeinsames Erleben und Genießen, Freude, Kreativität, Toleranz und gute Laune bei allen Aktionen und Veranstaltungen“. Dankesworte müssen auch sein an dieser Stelle: Die Gemeinde und Kirchengemeinde stellen ihre Räume kostenfrei zur Verfügung. Und ohne die Sponsoren – 17 sind es in diesem Jahr – wäre die nur durch Spenden finanzierte Wentorfer Kulturwoche nicht möglich. Das Dach über die Veranstaltungsreihe spannt die Freie Lauenburgische Akademie, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.