Lange nicht gesehen …

Das Augustinum Aumühle überrascht im Juli mit einem Kulturprogramm, das viele Erinnerungen wachruft: an Literatur, Hollywoodfilme aus der Jugendzeit und Naturbilder aus dem Norden.

Aumühle – Alle Veranstaltungen im Augustinum am Mühlenweg 1 sind wie üblich öffentlich. Das komplette Monatsprogramm können Interessierte bei Franziska Alberg bestellen (franziska.alberg@augustinum.de), es wird kostenlos zugesandt. Hier unser Überblick auf ausgewählte Highlights.

 

Szenisches Theater

Am 4. Juli (19 Uhr Theater / Eintritt 10,- Euro) gibt Volker Ranisch ein Gastspiel mit einer szenischen Inszenierung von „Professor Unrat“. Ranisch übersetzt Heinrich Manns brillanten Roman in eine sparsam orchestrierte Solo-Bühnenfassung, die auch Elemente des Films aufnimmt. "Professor Unrat" ist die Geschichte einer gesellschaftlichen Grenzüberschreitung und – damit verbunden – eines sozialen Abstiegs. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer großen, romantischen, aber im Grunde unmöglichen Liebe. Berühmtheit erlangte der Roman durch die Verfilmung mit Marlene Dietrich und Emil Jannings, die den Titel "Der blaue Engel" trug. Der Roman, den Heinrich Mann nach einem authentischen Fall schrieb, beschreibt die Geschichte des Professors Raat, den alle "Unrat" nennen. Auf der Jagd nach moralischen Verfehlungen seiner Schüler verstrickt er sich selbst immer weiter und fällt schließlich ins Bodenlose.

 

Hollywood-Sommerkino

Danach stehen drei große Kinofilme mit berühmten Hollywood-Paaren auf dem Programm. Die Filme werden in Kooperation mit dem Filmring Reinbek gezeigt. Am 5. Juli (19.30 Uhr Theater / 6,- Euro) geht es um „Ein Herz und eine Krone“ (1953) mit Audrey Hepburn und Gregory Peck. Hepburn erhielt für ihre erste Hauptrolle in der filmischen Romanze zwischen einer zauberhaften Prinzessin und einem Journalisten ihren einzigen Oscar. Vivien Leigh und Clark Gable spielen die Hauptrollen im Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ (1939). Zu sehen ist er am 12. Juli (19.30 Uhr Theater / 6,- Euro). Der große Klassiker wurde mit zehn Oscars ausgezeichnet. Der nächste Film machte die Hauptdarstellerin zu eienr der begehrtesten Schauspielerinnen ihrer Zeit: Am 17. Juli (19.30 Uhr Theater / 6,- Euro) steht „Die Nacht vor der Hochzeit“ (1940) mit Katharine Hepburn und Cary Grant, John Howard und James Steward auf dem Programm. Drei Männer buhlen in der spritzigen Komödie um die Gunst einer hinreißend verrückten Frau.

 

Mit einem Dîner en blanc feiert das Augustinum am 20. Juli (ab 17 Uhr im Park) den Sommer. Der Eintritt ist frei, gut gefüllte Picknickkörbe (15,-Euro) sind erhältlich. Das Picknick findet nur bei gutem Wetter statt. Um Anmeldung bis zum 8. Juli wird gebeten Tel. 04104/691-804.

 

Malerei aus dem Norden

Zum Ende des Monats entfaltet die Kunst ihre Schwinen. Die Galerie im Augustinum zeigt ab Freitag, 22. Juli, (Vernissage 18:00 Uhr) im Foyer die Ausstellung „Meerresblicke“ der Malerin Malerin Elisabeth von Pander. Der Eintritt ist frei. Die See und die sich wandelnden Wolkenformationen sind der Malerin eine künstlerische Herausforderung und ständiger Inspiration. Die verschiedenen Grautöne des Himmels und die Bewegung der Wolken auf Leinwand zu bringen, sind für sie ein großer Reiz. Elisabeth von Pander ist fasziniert vom Meer mit seinen Formen und Farben, Lichtspielen und Kräften. In ihrer Auseinandersetzung mit den Elementen der Natur entwickeln sich Schichten von Farben. Seit vielen Jahren arbeitet die Künstlerin in einem Atelier in der Gaußstraße 51 in Hamburg-Ottensen, wo all ihre Werke entstanden sind. Die Motive, auf Leinwand gemalt mit Acrylfarbe, Pinsel und Spachtel, bringen den Betrachter an den Strand von Helgoland und an die Ostsee, in die Lüneburger Heide nach Döhle und die Elbtalaue nach Garge – und sogar nach Italien.