Auf gehts: Der KulturSommer ist eröffnet

Sonne, Elbe und die KulturSommer-Eröffnungsfeier „Aus dem Nichts…ins Glück“ in Lauenburg. Ein Fest für alle Sinne! Lesen Sie, wie im Lauenburgischen gefeiert werden kann.

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text/Foto)

Lauenburg – Großes Glück kann in sehr kleinen Momenten leuchten: So war es erlebbar, als die malerische Elbstraße kurzfristig zum Swingsaal wurde und sich Menschen im Freistil tanzend in den Armen lagen. Ansteckende gute Laune bei der KulturSommer-Eröffnungsfeier „Aus dem Nichts …ins Glück“ in der alten Schifferstadt. Es war ein stimmungsvolles, heiteres und energiegeladenes Bild, das sich dem erwartungsfrohen Publikum zum elften KulturSommer und zum 30.Jubiläum des Künstlerhauses bot.

Alle Zutaten für ein wohliges Gänsehaut-Gefühl gab es gleich zu Beginn: Ein Summen und Brummen, ein munteres Lachen und Staunen hing über der Altstadt. Gäste und Mitwirkende trafen sich an fünf Veranstaltungsorten, um gemeinsam ein prächtiges Eröffnungsfest zu feiern. Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen zusammenzuführen, dass war es, was der KulturSommer mit Intendant Frank Düwel und Team (erneut) schafften.

Frank Düwels Augenmerk galt zunächst allen Mitwirkenden: Es werden 800 bei diesem elften Event sein, die an 35 Orten im Kreisgebiet über 86 Veranstaltungen mit Leben füllen. Sein herzlicher Dank ging an den Hauptsponsor. Traditionell ist es die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg. Es gäbe keinen KulturSommer, so Düwel, ohne diesen verlässlichen Partner. Bewusst wählte Düwel Lauenburg für die Eröffnungsfeier, weil damit gleichzeitig auch der 30. Geburtstag einer wichtigen Einrichtung einen tollen Rahmen erhielt: „Seit 30 Jahren arbeitet das Künstlerhaus daran, dass Kunst geschaffen wird, indem es Künstlern Raum und Zeit schafft.“ Seine  Begeisterung für die Arbeit war eine muntere Welle, die die Gäste erreichte. Applaus war ihm ebenso sicher, wie ganz viel Wohlwollen und herzlicher Dank.

Bei so viel Engagement und Begeisterungsfähigkeit wunderte es nicht, dass es in den Reden von Klaus Schlie, Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Kreispräsident Meinhard Füllner und Markus Matthiesen, Vertreter des Lauenburger Bürgermeisters, einen übereinstimmenden Tenor gab: Das Programm ist eine großartige Leistung und birgt Vorfreude auf die vielfältigen Einzelveranstaltungen in den nächsten Wochen.

Was brachte die Eröffnungsfeier? Bummeln wir durch das Angebot: Auf der Elbstraße swingten nicht nur Mitglieder der Lübecker Tanzschule Doreen Fiedler, sondern hatten die 15 „Oberstadt-Trommler“ unter der Leitung von Dorothea Lemper-Görrissen einen fantastischen Auftritt, der ebenso wie die Musik-Angebote am Rufer, und die bezaubernde Konzerte in der Osterwoldhalle die Besucher berührten.

Kunst in schillernder Form gab es am dem Kirchplatz mit dem Projekt „Wassersuppe“ von Eva Ammermann, der Klanginstallation von Manfred Scharfenstein und Jan Dietrich sowie der Skulptur von Hendrik Loerper.

Entschleunigung auf eine famose und sehr amüsante Weise, bot Autorin und Dramaturgin Dagrun Hintze. Im Cafe` Elbgeist las sie aus ihrem Essay „Ausgekontert – Wenn Frauen Fußball verstehen“.

Innehalten und nur fasziniert dem feinen Spiel von Herrn Huber (unter der Maske: Schauspielerin Lisa Tschanz) mit Schildkröte Winifred zusehen oder behutsam Kontakt aufnehmen, gelang auf dem Kirchplatz.

Im Künstlerhaus gab es ein pralles Programm mit Führungen durch die aktuelle Ausstellung, mit einem Rückblick auf die vergangenen ebenso kreativen wie turbulenten 30 Jahre. Die Aktion „Baustein werden für das Künstlerhaus“ wurde vorgestellt und nachgedacht im Vortrag „Sinnhaftigkeit und Nutzen von Künstlerhäusern. Noch mehr wunderbare, berührend-schillernde Kunst erlebten Besucher in Ausstellungen in der Zündholzfabrik und in der Stadtgalerie Hagenström.