Künstler wollen Kirche „beim Namen nennen“

Die Breitenfelder Dorfkirche hat keinen Namensparton – das wollen Heidrun und Hans Kuretzky ändern. Dazu starten sie am 16. Juli 2016 im KulturSommer am Kanal eine Vor-Ort-Aktion.

Breitenfelde – Am 16. Juli eröffnen die Borstorfer Künstler ihre Schau in der und um die Kirche an der Dorfstraße, deren Ursprung in die frühe Gotik zurück reicht. Das 1225 bis 1250 erbaute Gotteshaus ist nicht nach einem Heiligen benannt wie viele andere Kirchen, die vor der Reformation errichtet wurden. Die sehr alten und gut erhaltenen Glasfenster der Kirche verweisen in ihren Darstellungen aber durchaus auf zwei mögliche Namensgeber: Michael und Maria Magdalena. Mit ihrer kreativen Aktion wollen die Kuretzkys den geschichtlichen Persönlichkeiten der beiden Heiligen nachspüren und eine Namensgebung anregen.
Mit den Mitteln der Kallligraphie und der keramischen Skulptur gestalten Heidrun und Hans Kuretzky ein Environment, mit dem sie spannenden Fragen zur Namenswahl aufzuwerfen gedenken. Zur Eröffnung der Schau am 16. Juli 2016 (15 Uhr) erwarten sie Angela W. Röders, die das Thema mit einer Rezitation von Textenl aus zwei Jahrtausenden Interessantes über die überlieferten Persönlichkeiten des Erzengels Michael und der Maria von Magdala deklamieren wird. Die bis zum 7. August aufgebaute Schau ist im Außenbereich ständig zugänglich, Zutritt zum Innenraum der Kirche besteht jeweils samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.