H-Moll-Messe-Credo im Ratzeburger Dom

Das 950jährige Jubiläum des Ansverus gibt dem Ratzeburger Domchor den Impuls, drei verschiedene Credo-Kompositionen aufzuführen. Beginn: Sonnabend,16.Juli um 18 Uhr.

(gh) Ratzeburg – 1066-Ansverus-2016. Die "h-Moll-Messe-Credo" wird im Gotteshaus auf der Domhalbinsel aufgeführt. Das Asverus-Jubiläum nimmt der Domchor zum Anlaß, drei verschiedene Credo-Kompositionen vorzustellen. In der Messe nimmt das Credo als christliches Glaubensbekenntnis die zentrale Stelle ein. Aus der Vielzahl der Messkompositionen, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, ragt Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe heraus, deren Credo symbolhaft siebenstimmig eröffnet wird.

Der Ratzeburger Domchor hat sich entschlossen, sein Jubiläumskonzert am Samstag, 16. Juli 2016 um 18.00 Uhr mit dem Credo der h-Moll-Messe von J. S. Bach zu krönen. Der Konzertabend wird eröffnet durch das Credo aus der Berliner Messe von Arvo Pärt (1990), eine archaische Komposition, die in ihrer Klarheit ideal mit der Architektur des Ratzeburger Domes korrespondiert. Zudem erklingen die Bach-Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, deren Eingangschor das Urbild des Crucifuxus‘ der h-Moll-Messe ist, und ein Orgelwerk von Franz Liszt über das Crucifixus-Thema der h-Moll-Messe.

Dem Ratzeburger Domchor stehen als Solisten Marie Luise Werneburg und Brita Rehsöft (Sopran), die norwegische Altistin Sunniva Eliassen, Michael Schaffrath (Tenor) und Clemens Heidrich (Bass) sowie das Telemannische Collegium Michaelstein zur Seite. Die Leitung hat Domkantor Christian Skobowsky, der auch an der Großen Orgel zu hören ist.

Am folgenden Sonntag, 17. Juli 2016 wird um 11.00 Uhr in einem festlichen Gottesdienst mit den Mitwirkenden des Vorabends ein drittes Credo erklingen, das der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart entstammt. Zusammen mit dem Domchor singen die Mitglieder der Kantorei St. Georg auf dem Berge und des Kirchenchores St. Petri.