Kleine Hommage an Emil Specht

Mit einem Bildervortrag am 19. Juli 2016 gedenkt Aumühle des Emil Spechts. Er hatte vor 125 Jahren die Villenkolonie Hofriede gegründet.

Aumühle –Auf den Punkt benannt ist auch Gerd Möllers Vortrag im Theater des Augustinums Aumühle am Mühlenweg 1: „125 Jahre Hofriede Villenkolonie – Emil Specht (1846 – 1926)“. Die kleine Hommage an den Kaufmann, dessen 170. Geburtstag und 90. Todestag auf den 19. Juli fällt, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gemeindearchivar Gerd Möller, der als Kenner der Aumühler Ortsgeschichte gilt, erinnert an Specht und die Villenkolonie mit vielen Bildern aus dem Gemeindearchiv.
Zu Spechts Lebzeiten gab es das Bauerndorf Billenkamp und die Ortschaft Aumühle. Der Bismarck-Verehrer war ein tüchtiger und weitblickendre Kaufmann, der durch ein Patent für Gefrierkaffee zu Wohlstand gelangte. Er erwarb von Otto von Bismarck ein Stück des Sachsenwaldes und erschloss es zu einem Wohngebiet, das er „Villenkolonie Sachsenwald Hofriede“ nannte – ein seinerzeit sehr fortschrittliches Projekt mit Strom, Telefon und Abwasser mit eigenen Werken. Hofriede und die Gemeinde Aumühle entwickelten sich zunächst nebeneinander, waren aber eng verzahnt. Viele Jahre später  erst wurden die Teile Billenkamp, Aumühle und die Villenkolonie zur Gemeinde Aumühle zusammengelegt. Emil Specht, der mit seinem gesamten Vermögen für ein erfolgloses Geschäft seines Neffen bürgte, verlor danach sein Hab und Gut. Er starb an seinem 80. Geburtstag praktisch als armer Mann.