Beat `n` Dance 2016: The Voices of Herzogtum

Ausverkauftes Haus, tolle Show, musikalisch so gut wie nie zuvor. Die junge Bühnenshow Beat `n` Dance in Schwarzenbek setzte erneut einen drauf. Und der Rathaussaal war erstmals zu klein für alle Besucher …

Schwarzenbek – Was für eine Show legten die Nachwuchskünstler aus der Region da hin, welch immense Arbeit übers Jahr steckte dahinter: Die Akteure haben das Niveau des Bühnenprojekts 2016 mit „Nothing but love“ erneut erkennbar angehoben. Ein Wunder, dass sie zum Publikumsmagneten und Teil des Kulturangebots in der Stadt avanciert ist? Der große Saal im Rathaus war zum Bersten voll, erstmals mussten Gäste wieder weggeschickt werden – für sie soll es im Herbst ein Clubkonzert geben. Den Erfolg der gut zweistündigen poetischen Vorstellung, die wie im Flug verging, feierten Aktive und Freunde danach bei einer großen Aftershowparty bis drei Uhr morgens.

Fast ein Jahr lang war geübt, bis zuletzt an der Ausführung gefeilt worden. Die Vorstellung am 15. Juli im Rathaussaal forderte dem Publikum Begeisterung und Staunen ab. Regisseur Frank Düwel fand dafür die richtigen Worte: „Das war die musikalisch beste Show, die wir bisher hatten. Dieses Team ist zum Niederknien – ich glaube, ihnen ist gar nicht bewusst, wie gut sie schon sind.“ Die talentierten Sänger, Musiker und Tänzer brachten 20 Acts auf die Bühne, alle in ihrer Freizeit erarbeitet mit Frank Düwel und begleitet vom Schwarzenbeker Stadtjugendpflegeteam um Norbert Lütjens. Rund ein Dutzend Mitwirkende und Helfer setzten die künstler mit Beleuchtung, Ton- und Bühnentechnik stimmungsvoll und kenntnisreich in Szene

Faszinierend, welches musikalische Spektrum die Sänger und Tänzer abdeckten. Von der Barmusik über Balladen bis zum Hiphop, Rap und Hardrock spannte sich der Bogen – diesmal jedoch nicht nur in Einzelpaketen, sondern als Gemeinschaftsleistung. „Zum ersten Mal haben sich alle gegenseitig begleitet, sind damit in ganz neue Musikgenres hineingewachsen. Viele haben musikalisch Dinge angepackt, an die sie vor zwei Jahren nicht im Traum gedacht hätten“, erklärt Frank Düwel den Fortschritt. Auch im Gesang zeigte das Beat-`n`-Dance-Team 2016 sich sehr ausdifferenziert, selbst vierstimmige Chorsätze a cappella gelangen wunderbar und eindrucksvoll. Fantastische Stimmen mit teilweise fast schon professioneller Aussagekraft, Bühnenpräsenz, volles und glaubwürdiges Engagement – alles live. Die Lauenburger G-Breaker überraschten diesmal mit einem Rap, der nicht nur mit dem hellen Tenor des Sängers einen Kontrapunkt setzte, sondern auch mit einem politischen Statement gegen die AfD und für das Lernen aus der deutschen Geschichte 1933. All das vereinen sie, unsere „Voices of Herzogtum“.

Ein abwechslungsreich aufgebautes poetisches Programm mit Wechsel von Solisten und Gruppen, der Mix mit Band und Chor, fließende Übergänge vom einen Act zum anderen, das Spiel mit Licht und Schatten schufen eine tolle Atmosphäre, die das Publikum hinriss. Eigene Songs und Interpretationen waren geboten, mehrere Sprachen, viele Klänge und Rhythmen waren zu hören. Wieviel Emotion auch der Tanz ausdrückt, bewiesen die Acts mit Modern-Dance-Einlagen, Breakdance und syrischem Volkstanz. Beat `n` Dance vereint sie alle. „Nothing but love“ drehte sich nicht nur inhaltlich um das große Thema Liebe, sondern zeigte auch die große Liebe der Talente zu ihrer Kunst. Einige der jungen Künstler wurden schon mit Spannung erwartet, andere waren ausgeschieden, ein paar ganz neu dabei. „Ja, hier findet gerade der erste Generationswechsel statt“, sagt Frank Düwel, „ich bin beeindruckt, wie gut das gelingt – und gespannt, wie sich das noch auswirkt …“

Beat `n` Dance 2016: „Nothing but love“ – das Programm:
What are you waiting for
Celine Heinemann und Ana Kubik (Gesang), Pauline Böhl (Gitarre), Max Chall (Schlagzeug), Jasmin Wolter  (Klavier)
Broken wings (Eigenkomposition)
Maik Hamann (Gesang), Max Chall (Schlagzeug), Tim Seifert (Gitarre)
Alles im Griff
„Wolkenbruch“ = Helmut Hofmann (Rap), Jannes Moritz (Gitarre), Kai Zwirnlein (Schlagzeug)
Hallelujah
Alexandra Josef (Gesang), Tim Seifert (Klavier), Jannes Moritz (Bass), Max Chall (Schlagzeug), Chor: Elisabeth Ni, Coralie Hunger, Coralie, Jakob Haarbeck, Maik Hamann, Ana Kubik, Celine Heinemann
Du musst dich nicht messen
Coralie Hunger (Gesang), Aaron Eckert (Cajon), Tim Seifert (Klavier), Celine Neumann (Tanz)
A-Team
Jakob Haarbeck (Gesang), Tim Seifert (Klavier)
Light in the hallway
Elisabeth Ni (Gesang), Background Vocals: Coralie Hunger, Maik Hamann, Jakob Haarbeck, Alexandra Josef (Background vocals)
Dope Danny
“Dope Danny and the Pussy Cats” = Jannes Moritz (Gesang + Gitarre), Kai Zwirnlein (Schlagzeug), Tim Seifert (Bass), Background Vocals: Elisabeth Nie, Helmut Hofmann
Syrian Folklore
Mohammad Alsabbgh, Mohammad Al Rifai, Ibrahim Fares, Salman Shatarah, Jouan Alo (Tanz), Jakob Haarbeck und Max Chall (Schlagzeug), Aaron Eckert und Kai Zwirnlein (Cajon), Jannes Moritz (Gitarre)
How to save a life
Jakob Haarbeck (Gesang), Tim Seifert (Klavier), Max Chall (Schlagzeug), Sprechchor: Alexandra Josef, Elisabeth Ni, Ana Kubitz, Coralie Hunger, Celine Heinemann, Maik Hamann
Leather
Coralie Hunger (Gesang), Jannes Moritz (Gesang + Gitarre), Tim Seifert (Klavier), Aaron Eckert (Schlagzeug), Celine Neumann und Christian Hdibi (Tanz)
Who knew
Celine Heinemann und Ana Kubitz (Gesang), Max Chall (Schlagzeug), Jasmin Wolter (Klavier), Pauline Böhl (Gitarre)
Comme des enfants
Alexandra Josef (Gesang), Tim Seifert (Klavier), Jakob Haarbeck (Schlagzeug)
Everybody wants to rule the world
Maik Hamann (Gesang), Tim Seifert (Klavier), Jakob Haarbeck (Schlagzeug), Jannes Moritz (Gitarre)
Rap Mkh (Eigenkomposition)
Mkh (Rap), Tim Seifert (Klavier), Jannes Moritz (Gitarre), Jakob Haarbeck (Schlagzeug)
The poet and the muse
Elisabeth Ni (Gesang), Tim Seifert (Gitarre), Jannes Moritz (Bass), Jakob Haarbeck (Schlagzeug)
G-Breaker
Choreographie : Ömer Kilic, Jakob Haarbeck und Max Chall (Schlagzeug), Aaron Eckert (Cajon), Jannes Moritz (Bass)
As long as you love me
Dominik Skoruppa (Gesang), Jannes Moritz (Bass), Tim (Klavier), Jakob und Max (Schlagzeug)
Wolkenbruch (Eigenkomposition)
„Wolkenbruch“ = Helmut Hofmann (Rap), Jannes Moritz (Gitarre), Kai Zwirnlein(Schlagzeug)
Some nights
Maik Hamann (Gesang), Background Vocals: Jakob Haarbeck, Coralie Hunger, Elisabeth Ni,  Tim Seifert (Klavier), Jannes Moritz (Bass), Kai Zwirnlein (Schlagzeug)