„Glücksrauschen“ und „Abendlust“

Musik,Lyrik und Kunst. Ein tolles Trio war in Buchholz in einem romantischen Garten erlebbar.

(gh) Buchholz – Es war ein Abend für Romantiker: Würzige Sommerluft, ein romantischer Garten auf dem Lande und Künstlerpersönlichkeiten, die Gefühle in Musik, Worte und Bilder formten. Was für ein Geschenk an das Publikum in Buchholz.
Ein Abend für die Sinne oder doch besser- musikalisch-literarische Sinnlichkeit? Die drei jungen Gitarristen Jann von Engelhardt, Martin Wilichowski und Christian Winter um Hausherr Peter Seibert webten einen virtuosen Klangteppich aus eigenen Kompositionen sowie Jazz- und Klassikelementen.

Es war eine wahre Wonne diesen Musikern zuzuhören und im klugen Wechsel dazu, Liebes-Lyrik von Marion Hinz, die viele Jahre im Vorstand der GEDOK war (Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.) zu lauschen. Sie las mit ebenso klarer, wie auch eindringlicher Stimme aus ihrem ersten Lyrikband „Leicht ist mein Herz“ vor. Der Titel könnte Wohlfühllyrik erwarten lassen, wäre da nicht das genüsslich-freche Titelbild von Andrea Cochius. Marion Hinz hat ihre Gedichte zu Themen geordnet, „Liebe“, „Horizont“ oder auch „Aphorismen“.

Also Lyrik und Musik, die den Titel „Glücksrauschen“ wahrhaft verdienten. Im Mittelpunkt standen jedoch die faszinierenden Werke von zwei Künstlerinnen: Anja Franksen und Bruni Jürss beschäftigen sich seit fünf Jahren mit gemeinsamen künstlerischen Projekten, bei denen sie sich von Impulsen leiten lassen, die zum Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens werden. Häufig sind dabei ihre persönlichen Wahrnehmungen und ihre Verbundenheit in den Werken zu erspüren – dabei arbeiten sie sowohl gemeinschaftlich als auch separat in ihren Ateliers. Im KulturSommer 2016 zeigen die beiden Künstlerinnen einen Garten des Glücks, der auch dem interessierten Betrachter glücklich machte, denn in den Bäumen und Sträuchern, an Hecken und Hauswänden war viel zu entdecken und kluge Blickachsen auf großformatige Bilder luden zum Verweilen ein.

Gutgelaunt und wohl fühlte sich auch KulturSommer-Intendant Frank Düwel im idyllischen Kulturgarten. Mit philosophischen Betrachtungen zum Glück, zur Kunst und zur Musik kleidete er seine einführenden Worte in der Vernissage aus.