"Quo Vadis" Platt ?

Neue Umfrage zum Niederdeutschen: Wer versteht heutzutage noch Niederdeutsch und wer spricht es mit wem und wann?

Mölln – Wer nutzt wie häufig kulturelle Angebote zum Plattdeutschen? Und welche Vorstellungen verbinden die Menschen in Norddeutschland mit dem Niederdeutschen, wie bewerten sie es und wie das Hochdeutsche? Diesen und weiteren Fragen widmet sich eine repräsentative Umfrage, die in diesem Jahr vom Institut für niederdeutsche Sprache (INS) in Kooperation mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) durchgeführt wird. Gefördert wird sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).
Die Umfrage ist eine Fortschreibung zweier Erhebungen zu diesem Themenkomplex aus den Jahren 1984 und 2007. Durch die Übernahme von Fragekomplexen aus den vorherigen Erhebungen lassen sich mögliche Entwicklungen und Tendenzen aufzeigen.
Die diesjährige Erhebung wird von der Forschungsgruppe Wahlen als repräsentative Telefonumfrage durchgeführt. Insgesamt werden ca. 1600 Personen aus den folgenden Bundesländern befragt: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
Ziel ist es, detailliertes Wissen über die Verbreitung des Niederdeutschen wie auch über die Einstellungen der Bürger gegenüber dieser Regionalsprache zu erhalten. Auf dieser Basis lässt sich die Sprache besser fördern und effektive Sprachpolitik im Sinne der „Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ betreiben. Auch ein seriöser öffentlicher Diskurs über die Situation des Plattdeutschen ist nur auf der Basis aktueller Daten möglich. (Institut für niederdeutsche Sprache – www.ins-bremen.de)