Cello & Kunst

Sie sind schon ein eingespieltes Team: Cellist Peter Köhler und Malerin Antje Ladiges-Specht. Für die Besucher hatten die beiden Künstler etwas Neues vorbereitet…..

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text/Foto)

Klein Zecher – Ein magisches Fest für die Sinne, fächerte Cellist Peter Köhler (Ratzeburg) den Gästen eines Konzerts im idyllischen Klein Zecher im Rahmen des KulturSommers am Kanal auf. In den stimmungsvollen Atelierräumen der Alten Schule begegneten sich Musik und Malerei. Cellist Peter Köhler gelang es in enger Zusammenarbeit mit Antje Ladiges-Specht, eine neue „Dimension“ zu schaffen: Er improvisierte in einer  wunderbaren Stil-Mischung zu den Bildern der Hausherrin. Die Sprache der Kunst erhielt so eine Entsprechung zur Kraft der Musik.  

Die Besucher sahen während des Konzerts acht Werke von Ladiges-Specht.  Sie hatte besonders ausdrucksstarke Motive ausgesucht und Peter Köhler interpretierte musikalisch seine Wahrnehmung. Dabei meinte man als Beobachter oft eine Band zu hören, denn Solist Köhler agierte virtuos mit einem Loop-Generator, mit besonderen verstärkenden Effekten und einem Cello-Synthesizer, der zur Erzeugung künstlicher Klänge und zur Bearbeitung oder Manipulation beliebiger Klänge von ihm eingesetzt wurde und die Illusion eines Orchesters zauberte. Eine besonders „verstärktes“ E-Cello und ein klassisches Cello bildeten den Rahmen.

In einem ersten Konzertteil überraschte der Musiker seine Fans mit neuen Kompositionen, die durchaus ungewöhnliche Klangfarben hatten. So standen die perkussiven Facetten bei einigen Stücken im Mittelpunkt. Seinem Cello entlockt Köhler dabei auch feinste Töne: Hauchend, pustend oder streichelzart den hölzernen Cellokörper umarmend, bot Köhler alles auf, was es an kunstvollen Varianten in seinen kompositorischen Höhenflügen gab.
Wunderschön gelang zum Abschluss seine (musikalische) Hommage an Rafik Schami. Der syrische Autor schrieb ein Buch mit dem poetischen Titel „ Die Sehnsucht der Schwalben“. Köhler gelang eine Miniatur voll inniger Farbigkeit.

Mit Malerei und Mode beschäftigt sich Künstlerin Antje Ladiges-Specht schon seit vielen Jahren. Die Designerin mit einer ausgeprägten Liebe zum asiatischen Stil, malte großformatige Bilder unter dem Titel: „Der Weg im Zen“.
In den schmucken Räumen der Alten Schule sind ihre Bilder, teilweise sehr edel mit Blattgold gearbeitet,  zu sehen. Gab es in den vergangenen Konzerten der beiden Künstler stets „nur“ die Bilder als Fotografie, so konnten die Besucher diesmal die Künstlerin interaktiv mit Köhler erleben. Ladiges-Specht, hob ihre Werke auf eine Staffelei und verriet den Titel des Bildes. Viele ihrer Unikate waren extra für diese Ausstellung entstanden.
Den Erlös des Abend spendeten die beiden Künstler für karitative Zwecke in der Kinder- und Jugendarbeit.