„Gemeinsam Denkmale erhalten“

Oft verschlossene Türen und Pforten öffnen sich beim Denkmalschutztag am 11. September. Auch in der Region machen viele private Hausbesitzer mit. Schauen Sie doch einmal hinein – es lohnt sich!

(gh) Lauenburg, Mölln, Panten – Lust auf eine Expedition der besonderen Art? Beim Tag des offenen Denkmals am 11. September kann man viel erleben. „Gemeinsam Denkmale erhalten“ – unter diesem Motto lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Tag deutschlandweit ein, mehr als 8.000 geöffnete Bauten und Stätten sind zu besichtigen.
Auch im Kreisgebiet machen viele Förderer mit:„Mittlerweile ist der Tag des offenen Denkmals zu einem festen Termin in jedem Kulturkalender geworden und wir freuen uns auch in diesem Jahr über ein reges Engagement von zahlreichen Privatleuten, Vereinen, Kirchengemeinden sowie Freunden und Förderern des Denkmalschutzes“, berichtet Susanna Helmert von der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg.
Viel Herz für alte Mauern beweisen in der Schmiedestraße 12 im Ortsteil Mannhagen der Gemeinde Panten die Hauseigentümer Gunda und Fred Jorczyk. Sie öffnen am Tag des offenen Denkmals ihre liebevoll restaurierte, reetgedeckte Fachhallenkate.
Überraschend und unterhaltsam geht es weiter durch das bunte Angebot: Die Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn e.V bietet Zugfahrten mit historischen Fahrzeugen der ehemaligen Bergedorf Geesthachter Eisenbahn an. In Lauenburg wird eine wahre Programmfülle mit Besichtigungen, Führungen, Ausstellungen und Konzerten präsentiert. Neben den vielen Gebäuden in der historischen Altstadt und der Maria-Magdalenen-Kirche am Kirchplatz gehören auch das E-Werk bei der Palmschleuse, die Besichtigung des Raddampfers „Kaiser Wilhelm“, Fahrten mit dem Dampfeisbrecher „Elbe“ vom Rufer-Anleger sowie eine Ausstellungseröffnung und Führung über das Gelände der Hitzler-Werft zu den Programmpunkten.
In Mölln bietet Küsterin Christine Koch Führungen in der St.-Nicolai-Kirche an. Ekkehard Zschau und eine Gruppe von alten und neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern öffnen die Gebäude Grubenstraße 2 und 18, Hauptstraße 91 und 106, Mühlenstraße 1, 24 und 41, Schäferstraße 1 und Schmiedestraße 12.
Als neues Kleinod in Ratzeburgs Stadtkern wird die „Herberge zur Heimat“ in der Schrangenstraße 3 nach Abschluss von Sanierung und energetischen Maßnahmen von Mitgliedern des Herbergsvereins präsentiert. Scelza Furio bietet mit ihrer im Herbergsgebäude ansässigen Musikschule MusicArte ein musikalisches Rahmenprogramm. Die Domkirchgemeinde lädt um 12.00 Uhr und 13.30 Uhr unter Leitung von Klaus Lankisch zu Führungen im Dom und durch den Klosterkreuzgang ein. Der Kapitelsaal ist geöffnet und Urte Bockelmann zeigt Schätze aus der Dombibliothek.
Im Wasserkraftwerk Farchau in der Gemeinde Schmilau bietet Dieter Constabel Führungen in dem alltags nicht zugänglichen Gebäude an. Die Kirchengemeinde Siebenbäumen lädt zur Besichtigung der St.-Marien-Kirche in der Dorfmitte ein. Die Seilzugfähre in Siebeneichen ist ein Denkmal der Technikgeschichte und verbindet seit der Eröffnung des Elbe-Lübeck-Kanals 1900 die Orte Siebeneichen und Fitzen zu Wasser.
Das vollständige Programm mit den Öffnungszeiten der Gebäude ist auf der Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter www.tag-des-offenen-denkmals.de veröffentlicht. Landrat Dr. Christoph Mager und Susanna Helmert wünschen auch in diesem Jahr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Tag des offenen Denkmals im Kreis Herzogtum Lauenburg viel Erfolg und regen Zuspruch und hoffen, dass die Idee des Denkmalschutzes viele neue Freunde und Förderer gewinnt.