Keramiktage und Bildende Kunst in der Altstadt

Am 10./11. September lohnt ein ausgedehnter Spaziergang durch die Lauenburger Altstadt. Dort locken erstmals zwei Keramiktage – am Sonntag auch die Künstlerhaus-Galerien und ihre Kreativen sowie der Tag des offenen Denkmals.

Lauenburg – Mit den Keramiktagen in der Altstadt feiert der Verein Kunst und Genuss am Fluss – Initiatoren sind die Lauenburger Kunststücker – eine Premiere. Das der Keramikkunst gewidmete Wochenende soll den früheren Töpfermarkt am Schluss ersetzen. In den historischen Häusern und Gärten entlang der Elbstraße werden Gastaussteller von Oldenburg bis zur Schlei ihre schönsten Stücke zeigen. Eingeladen sind Christel Schäfer-Pieper aus Worpswede, Frauke Abel aus Oldenburg, Imke Prinzhorn aus Sieseby, Steffen Schlimme aus Lüneburg, Marianne Schäfer aus Koberg und kuretzkykeramik aus Borstorf. Natürlich sind auch die ansässigen Keramiker dabei: Karin Scherling von „Der Topf“ , Martin Vogt von der Schaalsee-Töpferei, Antche Kluge aus der Werkstattgalerie „Die Kunststücker“ und Barbara Lamprecht mit Ihren Keramikblüten und  Ketten. Dem Konzept „weniger ist mehr“ bleibe man treu, so Organisatorin Dodo Mayer-Gevert. Die Schätze entlang der Elbstraße sind am Samstag von 14 bis 19 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr zu bewundern und zu kaufen.

Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, lohnt sich darüber hinaus ein Besuch in den Galerien des Lauenburger Künstlerhauses (Elbstraße 54 und). In der internationalen Stipendiatenstätte (Elbstraße 5, 14 bis 18 Uhr) stellen sich die diesjährigen Stipendiaten vor, ab 14 präsentiert der Kompositionsstipendiat Donny Karsadi eine interaktive Klang-Video-Installation. Um 15.30 Uhr führt  Benjamin Zuber durch seine aktuelle Einzelausstellung "hit the ground running", die noch bis zum 18. September (montags und dienstags 10 – 17 Uhr, donnerstags 17 – 20 Uhr, samstags und sonntags 15 – 17 Uhr) zu erleben ist. Um etwa 16 Uhr schließt sich ein Künstlergespräch an der Bar mit ihm an.
Mit verschiedenen Medien – Installation, Video, Objekt – wirft Zuber in seiner Schau einen subjektiven Blick auf aktuelle politische Ereignisse. Im Raum verteilte Objekte, die Elemente von Fahnen oder Wappen aufgreifen, oder Ausschnitte fiktiver Nachrichtensendungen hinterfragen die mediale Berichterstattung und unser Konsumverhalten. Dem Künstler liegt dabei eine belehrende Kommentierung fern – im Vordergrund steht vielmehr der subjektive Blick des Künstlers und die Hinterfragung der eigenen Rolle.

Die Stadtgalerie des Künstlerhauses an der Elbstraße 28 hat im September fünf Tage am Stück geöffnet: Vom 8. –  12. September 2016 ist dort täglich von 10 bis 17 Uhr die Gemeinschaftsausstellung „Grund genug“ zu sehen – die Künstlerin Katharina Müller ist anwesend.
In der Schau vertreten acht Künstlerinnen acht Positionen. Mit ihren Arbeiten vertreten sind Caterina Behrendt, Anka Büchler, Frauke Freese, Manuela Henschke, Katharina Müller, Marko Raffler, Daniela Schönemann und Luzia Werner. Die Ausstellung kann außerhalb der Sonderöffnungszeiten noch bis zum 9. Oktober jeweils am Wochenende besucht werden.