Lauschen, erinnern, staunen

Mit Klezmermusik, einem Vortrag zur Stadtgeschichte und einer Grußkarten-Ausstellung eröffent das Amtsrichterhaus Schwarzenbek am Körnerplatz 10 sein Oktober-Programm.

Schwarzenbek – Die Hamburger Klezmerband „Mischpoke“ stimmt am 7. Oktober (19.30 Uhr) ein auf den Herbst – freudig und hoffnungsvoll, liebend und leidend, aber auch melancholisch und witzig. Die fünf Hamburger mischen in ihrem Programm „Klezmer High Life“ Traditionelles mit Jazz, Klassik und Weltmusik zu einem abwechslungsreichen und dynamischen Klangerlebnis  mit Tänzen, Liedern und virtuosen Instrumentals. Der Eintritt kostet 15,- Euro, ermäßigt 10,- Euro, für junge Menschen bis 25 Jahre 5,- Euro.
Finissage zur Netzebandt-Ausstellung
Am Sonntag, 9. Oktober, übrigens endet die Ausstellung "Irene Netzebandt gibt Zeichen". Bei der Finissage um 14 Uhr wird die Künstlerin ihr Objekt "Wo ist der Schlüssel" als Geschenk an an die Stadt Schwarzenbek übergeben. Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig nimmt das Werk persönlich in Empfang.
Vortrag zur Stadtgeschichte
„Fremd und unerwünscht?“ ist der Vortrag von Stadtarchivarin Dr. Anke Mührenberg übertitelt, der sich mit dem Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen in Schwarzenbek nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Am Donnerstag, 13. Oktober, ab 19 Uhr berichtet die Historikerin, was sie über Evakuierte, Flüchtlinge, Displaced Persons und Vertriebene im Archiv gefunden hat. Wie war die Situation der Einheimischen und „Fremden“ damals, gab es Konflikte oder lief alles reibungslos ab? Diese und andere nahe liegende Fragen will Dr. Mührenberg beantworten. Veranstalter sind der Heimatbund und Geschichtsverein Hzgt. Lauenburg und das Forum für Kultur und Umwelt. Der Eintritt ist frei..
Grußkarten-Schau
„Kommt ein Vogel geflogen“ heißt die nächste Ausstellung im Amtsrichterhaus. 20 Künstler zeigen selbst gestaltete Grußkarten: Vom 13. bis 30. Oktober und 17. November bis 18. Dezember 2016 ist die Schau zu sehen, der Eintritt ist frei. Das Haus ist jeweils donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet am Sonntag, 16. Oktober, statt (11 Uhr). Werner Burmeister und Nicolai Rosenberg führen in die Ausstellung ein, das musikalische Rahmenprogramm gestalten Mitausstellerin Bettina Günst (Cello) und Nicolai Rosenberg (Flügel). Die Grußkarten sind hauptsächlich für den jeweils eigenen Freundeskreis der Künstler entstanden und zeigen das, was den Versender gerade bewegte. Zum Einsatz kamen dabei ganz unterschiedliche Techniken, u. a. Zeichnung, Aquarell, Scherenschnitt, Linol- und Holzschnitt, Kaltnadelstich, Fotomontage und Fotoverfremdung und die  Wiederverwendung von Geschenkpapier. Bei einigen Werken sind Verkleinerungen auf das Postkartenformat erfolgt. Soweit möglich, werden die Künstler vorgestellt. Zu den ausstellenden Künstlern gehören unter anderem E. Alessandra, I. Beckmann, P.M. Borggreve (NL), W. Burmeister, J.V. Dijken (NL), H. Edelmann, F. Goudman(NL), B. Günst, M. Harms, K. Heuer, A. Holtgreve, H. Kapitein (NL), H. Schoke, T. Kälberloh, M.J.Krol (NL), A. Lange, G.+G. Schorer, R. Slesoriuniene (Lit.), C.A.V. Strien (NL), W. Tank, H. Ticha sowie die Montagsmaler der Louisenhof gGmbH.