Was Bilder, Worte und Töne vermögen

Musik, Bildende Kunst und Literarisches erwartet die Besucher im Oktober im Aumühler Augustinum. Ein Querschnitt durchs Programm …

Aumühle  – Das Vokal-Duett Incanto ist am 17. Oktober 2016 (17 Uhr Theater) zu Gast mit „Romanzen, Duetten und Spirituals“. Ihr Programm enthält Liebesduette und Romanzen aus deutscher, spanischer und russischer Feder sowie Gospel- und Jazz-Arrangements aus Werken George Gershwins und anderer Komponisten. Die Sängerinnen Jekaterina Hilchuks( Sopran) und Andra Fedder Muiznieks( Mezzosopran) werden von Georgs Kadolchiks (Klavier) begleitet.

Die Sängerinnen erhielten ihre Ausbildung bei der legendären lettischen Gesangsprofessorin Anita Garan?a an der Rigaer Musikhochschule. Beide waren Solistinnen des orthodoxen Kammerchores Blagovest aus Riga. Prof. Garan?a war diejenige, die ihnen empfahl, ein Duettprogramm vorzubereiten, da sich ihrer Meinung nach die Stimmen der beiden auffallend gut mit einander verschmelzen, ohne dabei ihr jeweils eigenes Timbre zu verlieren. So entstand im Jahr 2006 „Incanto“, das seither erfolgreich vielerorts in Lettland, Frankreich und Deutschland konzertiert. Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende wird erbeten.

Am 19. Oktober (17 Uhr Foyer / Eintritt frei) eröffnet die Galerie im Augustinum die Ausstellung „Momente“ von Renate Haase. Sie wuchs in Aumühle auf, belegte regelmäßig Malkurse an der Reinbeker Volkshochschule, auch nach ihrer Pensionierung. Ein Studienaufenthalt in Südfrankreich sowie das Erlernen und Vervollkommnen der Ölmalerei bei Ingrid Knobloch ergänzten ihre Fähigkeiten. Neben Landschaften und Blumen sind Menschen und Tiere Haases Lieblingsthemen. Auch bringt sie gern spontan abstrakte Themen auf Papier und Leinwand- ihre Schau ist bis zum 20. November zu sehen und kann täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr besichtigt werden.

Zwei Künstler aus dem 19. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt von Veronika Kranichs Vortrag „Spitzweg trifft Busch“ am 20. Oktober (18 Uhr  Theater, Eintritt 6,- Euro). Carl Spitzweg (1808 – 1885) war ein deutscher Maler, der im 19. Jahrhundert mit seinem spätromantischen Malstil eine Ausnahmeposition einnahm. Er schildert in seinen Bildern das biedermeierliche Kleinbürgertum, kauzige Sonderlinge, deren Liebhabereien er humorvoll karikiert. Seine Spezialität sind witzige, manchmal auch ironische Pointenbilder wie "Der arme Poet" oder "Der Bücherwurm". In späteren Jahren rückt die Landschaft stärker in sein Bewusstsein. Wilhelm Busch (1832 – 1908), einer der bekanntesten humoristischen Dichter und Zeichner seiner Zeit, hat die Bilder von Spitzweg in vielen seiner Gedichte kongenial umgesetzt, obwohl die beiden Künstler sich persönlich nie kennen gelernt haben. In diesem Vortrag begegnen sich die beiden großartigen Vertreter ihrer Zunft. Veronika Kranich ist ein Multitalent; das ehemalige Ensemblemitglied des Altonaer Theaters hat sich als Sängerin, Autorin und Kunstinterpretin einen Namen gemacht. Ihr Vortrag lebt auch von Bildern und Tonaufnahmen.

Mit Busch geht’s weiter am 25. Oktober (17 Uhr Theater / Eintritt 8,- Euro). „Ein jeder Narr tut was er will“ hat Markus Veith sein Wilhelm-Busch-Soloprogramm genannt. Er gibt den schrulligen, ledigen einsiedlerischen Maler, Dichter, Philosophen und Humoristen in seiner Werkstatt – und zeigt sich zunächst wenig von Besuch begeistert. Doch immer mehr gerät er in seiner humorvoll gereimten, gleichzeitig bissigen Gewitztheit über die Menschen, insbesondere Künstler, übers Malen und Dichten ins Plaudern und bietet dem Publikum mit seinen Geschichten um den „verhinderten Dichter Balduin Bählamm“ und den „Maler Klecksel“ einen comicartigen Einblick in die Arbeit und das Leben des großen Humoristen.“ Markus Veith gelinge mit seiner Inszenierung und einem wandlungsfähigen Spiel eine treffende Hommage an Wilhelm Busch, sagt Kulturreferentin Franziska Alberg.