Erfolgreiche Premiere im Brinkhuus

Gute Unterhaltung braucht nur wenige Zutaten: Musiker Peter Köhler und Autor Chr. Ernst überzeugten mit einem tollen Programm.

Von Brigitte Gerkens-Harmann
Behlendorf – Ein ganz besonderes Duo erlebten die Besucher bei einem literarisch-musikalischen Abend, der eine Reise durch „Raum und Zeit“ versprach. Christoph Ernst und Peter Köhler, zwei ebenso renommierte wie beliebte Kulturschaffende aus dem Heimatkreis, traten erstmals gemeinsam auf. „Es ist eine Premiere und ich bin begeistert hier mit dir zusammen zu spielen“, Cellist Köhler sagte dies zu Beginn des ungewöhnlichen Konzerts mit Lesung.
Die Kunst bei Duo-Auftritten ist es, den Partner in seinem Wirken zu respektieren, ihn harmonisch zu geleiten und wenn möglich als eine Einheit zu agieren. Schriftsteller Ernst und Musiker Köhler schafften diesen anspruchsvollen Spagat vortrefflich. Mit kleinen Regieanweisungen, Blicken und Pausen gelang ihnen ein abwechslungsreiches aber auch sehr spannungsvolles Programm.
Mit den kurzweiligen Moderationen, den informativen Erläuterungen – wenn es beispielsweise um die besonderen Celli ging, die Musiker Köhler dabei hatte – nahmen beide das Publikum in einer zugewandten und freundlichen Art mit auf die Reise „durch Zeit und Raum“.
Der Crossover-Cellist Peter Köhler begeistert durch ungewöhnliche Rhythmen – mal ganz klassisch und mal mit elektronischen Effekten. Er arbeitet als experimenteller Cellist an besonderen Kompositionen und stimmte sich fein auf das gesprochene Wort ein. Ja, es war oft wie eine Untermalung mit dramaturgisch-leidenschaftlichem Feuer und erstaunlichen Klängen.
Einen Querschnitt aus den Werken der letzten Jahre, hatte Chr. Ernst im Gepäck: Aus seinen zuletzt erschienenen Büchern „Kein Tag für Helden“, „Im Spiegellabyrinth“ und “Dunkle Schatten“ sowie aus dem druckfrischen „hartgesottenen Heimatroman“ wie Ernst ihn ankündigte, dem Krimi „Ansverus` Fluch“, las er kurze Passagen, erzählte was ihn inspirierte, welche Recherche-Hürden es zu meistern galt und erfreute dann mit der überraschend blutig endenden Kurzgeschichte „Sandra`s Abkürzung“ das Publikum.