Shakespeare und Brecht

Zwei große Dichter stehen im November 2016 beim kleinen Theater Schillerstraße in Geesthacht im Fokus. Zwei prägende Werke sind mit „König Lear“ und den „Flüchtlingsgesprächen“ zu erleben.

Geesthacht  – Zu Shakespeares 400. Todesjahr zeigt das kTS „König Lear“ in einer Inszenierung des Neuen Globe Theaters. Am 23. November spielen ab 20 Uhr u. a. Andreas Erfurth, Saro Emirze, Till Priebe, Sebastian Bischoff und Kilian Löttker. Wie zu Shakespeares Lebzeiten bringt die ehemalige Shakespeare Company das Stück in einer sog. All-Male-Besetzung auf die Bühne: Acht Männer werfen sich in mehr als 20 Rollen, beschwören die Elemente, stürzen sich in wilde Kämpfe. Die frische Inszenierung der Tragödie über Hass, Wahnsinn und Treue in der Königsfamilie beleuchtet die Frage, ob König Lear nicht dem Wahnsinn verfällt, sondern an Demenz erkrankte.
Bert Brechts 60. Todesjahr und der 80. Geburtstag des großen Schauspielers Peter Sodann in diesem Jahr sind Anlass für eine wundervolle Lesung des Mimen aus den „Flüchtlingsgesprächen“ von Bertolt Brecht. „Auszüge“ schreibt Sodann in Klammern dahinter mit Anspielung auf die gegenwärtige Situation. Die von Brecht in den frühen 40er-Jahren geschriebenen Dialoge der Flüchtlingsgespräche handeln vom Alltag aus Deutschland Vertriebener – vertreten durch den Intellektuellen Ziffel und den Arbeiter Kalle. Subversiv sind ihre Dialoge, heute so aktuell wie damals. Peter Sodann wird diesen Gedanken seine Stimme und Überzeugung verleihen. Die Lesung am 27. November beginnt um 20 Uhr.
Karten sind beim kTS erhältlich. Der Eintritt kostet 26,40 / 31,90 Euro, ermäßigt 18,70 / 24,20 Euro.