Ein „Sahnehäubchen“

Die Kreismusikschule bot in Schwarzenbek mit dem 22. Festkonzert zum Musikschulwettbewrbs 2016 ein Schmankerl. Kreispräsident Meinhard Füllner fand passende Worte: „Dieses Begabtenkonzert ist das Sahnehäubchen des Jahres.“

Schwarzenbek – 25 Musikschüler von sechs bis 16 Jahren boten 120 Zuhörern, meist Eltern und Freunde, im Festsaal des Schwarzenbeker Rathauses ein anspruchsvolles Programm. Sie alle haben ihre musikalischen Fähigkeiten in der Kreismusikschule Herzogtum Lauenburg erworben. Von Gesang bis Klavier, Schlagzeug und Cello reicht die Bandbreiteder Begabtenförderung, die neben dem klassischen Instrumentalunterricht besondere Talente unterstützt.

Das ist nur möglich durch eine Vielzahl von Sponsoren, die 8.350 Euro in diesem Jahr dafür bereit stellten. Die Kreissparkasse zählt dabei zu den „Premium-Sponsoren“, so der Kreispräsident. Aber auch der lauenburgische Kreistag steht fest zur Kreismusikschule und leistet finanzielle Unterstützung, sodass insesamt 1.500 Schüler in der ganzen musikalischen Bandbreite unterrichtet werden können. 76 Lehrerinnen und Lehrer leisten dies im Einzel- oder Ensembleunterricht.

Schwarzenbeks Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig hatte der schwungvolle Klavieranschlag des erst achtjährigen Julius Stein schier die Sprache verschlagen: „Ich bewundere Euch alle dafür, dass Ihr allein auf der Bühne steht und musiziert. Das ist nicht leicht und eine tolle Leistung.“ Den temperamentvollen Abschluss des Konzerts bot Jannis Giercke am Schlagzeug mit „Where is Mr. Six“ von Sönke Herrmannsen. Jannis hat bereits erfolgreich an Landes- und Bundeswettbewerben teilgenommen und zeigte virtuos sein Gefühl für Takt und Rhythmus. Das begeisterte Publikum belohnte ihn mit tosendem Applaus.

Nach dem gut 90-minütigen Konzert wurden 32 Schülerinnen und Schüler als Preisträger des Musikschulwettbewerbs 2016 ausgezeichnet. Schulleiter Peter Seibert wandte sich bei der Preisverleihung vor allem an die Schüler, die mit ihren Urkunden und Rosen auf der Bühne standen und betonte: „Es wird weiterhin Sozialermäßigungen bei der Kreismusikschule geben, auch wenn in der Presse teilweise etwas anderes zu lesen war. Wenn wir diese Leistungen streichen, würden wir uns von innen selbst deinstallieren. Und unsere Mitgliedschaft im Bundesverband der Musikschulen wäre gefährdet, da diese sozialen Strukturen und Breitenförderung vorsieht.“