Augustinum im Dezember

Die Musik steht im Mittelpunkt des Dezember-Kulturprogramms im Aumühler Augustinum. Die Kinder kommen dabei nicht zu kurz.

Aumühle – Los geht es am 4. Dezember 2016 (15 Uhr Theater / Eintritt 8,- Euro) mit den „Bremer Stadtmusikanten“. Das „Theater 99“ präsentiert das Märchen in drei Akten frei nach den Brüdern Grimm in einer Fassung von Manfred Hinrichs. Liedtexte und Musik stammen von Stefan Hiller, Regie führt Kristina Schmidt-Stoldt. Esel, Hund, Katze und Hahn sind alt geworden. Um nicht geschlachtet zu werden, machen die vier Tiere sich auf nach Bremen, um dort als Stadtmusikanten groß herauszukommen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Das Märchen wird kindgerecht, spannend und mit der schönen Botschaft serviert, dass die Schwachen sehr wohl auch die Starken sein können. Das Stück ist geeignet für Menschen ab drei Jahren. Karten sind bereits am Empfang des Augustinums erhältlich.

Nach Schweden führt am 11. Dezember (19.30 Uhr Theater / 6,- Euro) das Cinema Augustinum in Kooperation mit dem Filmring Reinbek. „Ein Mann namens Ove“ von Regisseur Hannes Holm hat 2016 das Kinopoblikum erorbert. Rolf Lassgård, Bahar Pars und Filip Berg überzeugen in dem 117 Minuten währenden Tragikomödie um den grantigen und des Lebens überdrüssigen Rentner Ove. Der terrorisiert seine Nachbarschaft, bis eine neue Nachbarin einzieht und ihm zeigt, dass es um ihn herum immer noch Dinge gibt, für die zu leben sich lohnt. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat den Streifen mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

Am 12. Dezember (17 Uhr Theater / 10,- Euro) stehen „Romantische Musik und weihnachtliche Klänge“ auf dem Programm. Das Essener Gitarrenduo Bernd Steinmann & Stefan Loos präsentiert virtuose Gitarrenmusik – weihnachtlich, klassisch, spanisch und mit viel Spielfreude vorgetragen. Die Profis mit mehr als 25-jähriger Bühnenerfahrung bedienen sich dabei aus ihren Veröffentlichungen „My Spanish Dream“, „Weihnachtslieder für zwei Gitarren“, „Granada“ und „Spanish Colours“. Geprägt ist das Duo durch Studien an der Folkwang Universität der Künste Essen und Duisburg und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, durch langjährige Lehrtätigkeiten an Musik – und Hochschulen sowie durch CD-, Buch – und Notenveröffentlichungen, Opern – und Orchesterproduktionen und zahlreiche Konzerte im In- und Ausland.

Die Kinder haben das Wort bzw. den Ton am 17. Dezember (18 Uhr Theater / Eintritt frei, Spenden erbeten). Auf dem Programm steht „Die Weihnachtsgeschichte“ von Carl Orff (1895-1982) – ein musikalisches Krippenspiel mit der Wohltorfer Kinderkantorei, Kurrende und Instrumenten. Eine ursprünglich in bayrischer Mundart verfasste Textvorlage nach dem Weihnachtsevangelium des Lukas – für diese Aufführung ins Hochdeutsche übertragen –, kombiniert mit volkstümlichen Melodien wie z. B. „Joseph, lieber Joseph mein“ versprechen eine freudige Einstimmung auf Weihnachten. Die rund 50 Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren singen, sprechen und spielen solistisch und im Ensemble. Sie werden begleitet von zahlreichen Instrumentalisten am so genannten „Orff´schen Instrumentarium“: Glockenspiele, Xylophone und Schlagwerk, hinzu kommen Flöten und Streicher. Gespannt erwartet wird auch der erneute Auftritt der (fast) lebensgroßen Tiere, die die Heiligen drei Könige begleiten – Pferd, Kamel und Elefant. Sie wurden im vergangenen Jahr vom Maskenbildner Lars Maué und einem großen Workshop-Team im Wohltorfer Gemeindehaus hergestellt. Das ca. 30-minütige Werk wird umrahmt von Weihnachtsliedern zum Hören und Mitsingen.

Schon mal vormerken …
Ein Lesezeichen setzen sollte sich, wer am 20. Januar 2017 (19 Uhr Theater / 12,- Euro) „Die sagenhaften Fälle von Hercule und Herkules“ hören möchte. Dann nämlich öffnet sich der Vorhang für ChrisTine Urspruch. Sie liest aus Agatha Christies Kurzgeschichtensammlung „Die ersten und die letzten Arbeiten des Herkules“. Die Schauspielerin kehrt für diesen Abend zu ihren Wurzeln als Theaterschauspielerin zurück, denn bekannt ist Urspruch vor allem aus Film und Fernsehen: Das „Sams“, Kinderärztin Dr. Valerie Klein und die Pathologin Silke Haller im Münsteraner Tatort – von ihrem Chef Professor Börne bald boshaft bald liebevoll „Alberich“ genannt – sind nur drei von vielen prägnanten Rollen. ChrisTine Urspruch und die Grande Dame der Kriminalschriftstellerei versprechen einen unterhaltsamen Abend mit Hercule Poirot als Ermittler. Bevor der Privatdetektiv seine Karriere beendet, will er noch zwölf Fälle lösen, die es an Schwierigkeit mit den sagenhaften Taten seines antiken Namensvetters Herkules aufnehmen können. Agatha Christie schrieb das Buch bereits in den vierziger Jahren, wartete mit der Veröffentlichung aber bis 1976. Warum? Das erfahren Sie in der Lesung. Der Vorverkauf ist angelaufen, Karten sind am Empfang im Augustinum, Mühlenweg 1,  erhältlich.