Gehaltvolles Jahresprogramm 2017

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg präsentiert 63 Veranstaltungen aus Kultur, Wissenschaft und Umwelt im Heimatkreis. Der 12. KulturSommer wird in Geesthacht gestartet.

Von Brigitte Gerkens-Harmann (Text/Foto)
Mölln – Ein facettenreich-buntes Kontrastprogramm zum derzeitigen Wintergrau  fächerten Vorstand und Geschäftsführung der Stiftung Herzogtum Lauenburg auf: Das Jahresprogramm 2017 bietet kreisweit ein Füllhorn interessanter Aktionen und Veranstaltungen mit attraktiven Neuerungen und traditionellen Angeboten.

Gut gelaunt und voller Engergie stellten Stiftungspräsident Klaus Schlie und Vizepräsident Wolfgang Engelmann mit Geschäftsführerin Andrea Funk das Jahresprogramm (3000er Auflage) im klassischen und gut lesbaren Format vor.
 
Schlie:“ Der KulturSommer, Lesungen und Literaturgespräche, wissenschaftliche Vorträge, Kunstausstellungen, Konzerte, Niederdeutsch: Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat gemeinsam mit den Beiräten der Stiftung und etlichen Kooperationspartnern ein Programm erstellt, das alle Teile des Kreises berücksichtigt. Neben dem Sitz der Stiftung im Stadthauptmannshof Mölln finden Veranstaltungen auch in den großen Städten wie Lauenburg, Geesthacht und Ratzeburg statt, aber auch kleinere Orte sind mit einbezogen.“

An ein wichtiges Datum erinnerte der Präsident: „2017 ist auch das Jahr, in dem die Stiftung ihr 40jähriges Bestehen feiert. Der Schwerpunkt der Feierlichkeiten am 24.November wird ein Wandelkonzert sein, das der Musik-/Theater- und der Kunst-Beirat durchführen. Unter dem Titel „Kunst und Klänge“ werden im Stadthauptmannshof kleine Ausstellungen mit davon inspirierten musikalischen Improvisationen verbunden, während die Zuschauer/Zuhörer die Räume nacheinander begehen.

Das Angebot „Kultur auf Dorf-Tour“ erst seit 2016 initiiert, wurde ausgesprochen gut angenommen, so Geschäftsführerin Andrea Funk. Für das neue Jahr werden elf Veranstaltungen kreisweit in kleinen Gemeinden geplant.

Bei der Vielfalt des Programms setzt die Stiftung Herzogtum Lauenburg einerseits auf bereits etablierte und erfolgreiche Veranstaltungen wie beispielsweise die Möllner Kriminacht im November, das Autorentreffen Niederdeutsch im Mai oder das Frühjahrskonzert des LandesJugendOrchesters im April. Andererseits gibt es immer wieder Kooperationen, z.B. mit dem Folkclub Herzogtum Lauenburg.

Zwei  Ausstellungen – eine im Frühjahr und eine im Herbst – werden im Stadthauptmannshof gezeigt, die der Kunst-Beirat initiiert hat. Volker Krieger und Martin Lichtmann im März sowie Hauke Jessen und Detlef Morath im September vertreten unterschiedliche Ansätze und Sichtweisen, womit dem interessierten Publikum ein abwechslungsreiches Kunstjahr geboten wird.  

Die Vorträge der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur behandeln die verschiedensten Themen aus der Perspektive der jeweiligen Fachgebiete (z.B. „Das Land Hadeln und das Amt Neuhaus“ von Prof. Dr. Eckardt Opitz am 28.09.17 oder „Das KomponistenQuartier Hamburg“ von Prof. Dr. Wolfgang Hochstein am 14.03.17). Die Lauenburgische Akademie veranstaltet zudem am 16.09.17 ein ganztägiges Burgen-Seminar in Kooperation mit der CAU zu Kiel („Mittelalterliche Burgen im Kreis Herzogtum Lauenburg“).

Ein besonderes Augenmerk gilt 2017 dem Natur-/Umwelt-Bereich: Es gibt z.B. Vorträge über das Jakobskreuzkraut (Dr. Aiko Huckauf am 24.01.17), über die artenreichen Wälder in Schleswig-Holstein (Dr. Kathrin Romahn am 25.04.17) oder über die Greifvögel im Kreis (Thomas Neumann am 12.10.17). Übrigens ist der Eintritt zu wissenschaftlichen Vorträgen der Stiftung und der Akademie kostenlos.   

Den „Süden“ hat die Stiftung fest im Blick: Der 12. KulturSommer am Kanal ist vom 1. bis 31. Juli geplant. Wie in jedem Jahr werden erste Höhepunkte des vierwöchigen Kulturfestivals im Februar präsentiert. Das Motto im nächsten Jahr lautet "In Kunst und Natur … vom DU zum WIR". Die Eröffnung des KulturSommers wird mit einem inklusiven Projekt in Geesthacht gefeiert.

Und auch die Verleihung des 23. Blunck-Umweltpreises ist wieder auf dem Lande, im idyllischen Viehhaus der Familie von Bülow in Segrahn, geplant. Am 23. September wird der Umweltpreis und der Jugendumweltpreis dort feierlich verliehen.

Das Jahr 2017 beenden werden die in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführten Konzerte „Lauenburgische Weihnacht“ mit Musikern aus der Region.  Auftritte in Schwarzenbek und Mölln stehen im Programm.

Da die Stiftung zu einem der Kulturknotenpunkte des Landes ernannt wurde, gibt es 2017 sechs damit zusammenhängende Veranstaltungen: Es sind die Gespräche im Glaspalast (07.02. + 05.10.) zum gedanklichen Austausch und zur Vernetzung aller Kultur-Interessierten in Mölln. Es sind weiter, die Treffen und Workshop des Museumsnetzwerks in Hoisdorf/Kreis Stormarn (23.01.) und am 18.09. in Mölln. Außerdem gibt es die Theatertage des Schul- und Jugend-Theaternetzwerks in Mölln (11./12.02.) und erstmals die Jugendkulturtage in Ratzeburg (15./16.07.)

Wie Engelmann und Schlie betonten, ist die Stiftung an Kooperationen interessiert, besonders im ländlichen Raum. Die bereits lange bestehende Reihe „Die Akademie geht aufs Land“ bietet die Möglichkeit, historische Besonderheiten direkt vor Ort den interessierten Einwohnern nahezubringen.
Bei Interesse gibt es bei der Geschäftsstelle der Stiftung unter Tel. 04542/87000 oder info@stiftung-herzogtum.de mehr Informationen. Das Jahresprogramm ist bereits jetzt im Stadthauptmannshof Mölln erhältlich. In der ersten Januar-Woche liegt es ebenso in den Tourist-Informationen des Kreises sowie bei den Kooperationspartnern aus.