Wovon man so träumen kann …

Visionen, Ideen und Wendpunkte stehen im Mittelpunkt des Augustinum-Kulturangebots 2017. Schon das Januar-Programm folgt auch in Aumühle dem neuen Jahresmotto.

Aumühle – Nach vertrautem Muster präsentieren wir Ihnen eine kleine Auswahl aus dem Gesamtprogramm, das beim Augustinum erhältlich ist. Den Auftakt macht am 8. Januar 2017 das Cinema Augustinum in Kooperation mit dem Filmring Reinbek mit dem französischen Dokumentarfilm „Tomorrow. Die Welt ist voller Lösungen“ (2015) von Mélanie Laurent und Cyril Dion.

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns etwas dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zum Handeln zu bewegen. Sie suchen weltweit nach anderen Ideen und zeigen, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden. 2016 mit dem César als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, inspirierte „Tomorrow“ bisher mehr als eine Million Zuschauer. Der Film beginnt um 19.30 Uhr im Theater, Eintritt: 6,- Euro.

Was er auf der Panamericana, 5000 Kilometer weit durch Chile erlebte, hat der Hamburger Reise- und Fotojournalist Achim Sperber zu einem Multivisionsvortrag zusammengestellt. „Traumstraße der Welt“ heißt seine Schau am 10. Januar (17 Uhr Theater, Eintritt: 6,- Euro). „Das Tier, das nicht einmal der Teufel kannte“ und andere Märchen für Erwachsene stellt Elita Carstens am 17. Januar vor. Im Mittelpunkt stehen Helden und Heldinnen, die sich erfolgreich durch das Leben schlagen, weil auch in scheinbar aussichtslosen Situationen Mut und Witz sie nicht verlassen. Die Märchenstunde im Wintergarten beginnt um 17 Uhr, Eintritt: 7,- Euro inkl. Kakao und Kekse.

Ein erstes Highlight setzt am 20. Januar ChrisTine Urspruch mit ihrer Agatha-Christie-Lesung „Die sagenhaften Fälle von Hercule und Herkules“. Urspruch, die vielen Fernsehzuschauern als Pathologin Silke Haller im Münsteraner Tatort (von ihrem Chef Professor Börne boshaft „Alberich“ genannt) bekannt, liest aus Christies Kurzgeschichtensammlung „Die ersten und die letzten Arbeiten des Herkules“ Darin versucht der Privatdetektiv Hercule Poirot vor dem Ende seiner aktiven Karriere noch zwölf Fälle zu lösen, die es an Schwierigkeit mit den sagenhaften Taten seines antiken Namensvetters Herkules aufnehmen können. Agatha Christie schrieb das Buch bereits in den vierziger Jahren, wartete mit der Veröffentlichung aber bis 1976. Warum? Das erfahren Sie in der Lesung von ChrisTine Urspruch, die einen höchst unterhaltsamen Abend verspricht. Die Lesung im Theater beginnt um 19 Uhr, Eintritt: 12,- Euro. Karten sind bereits im Vorverkauf am Empfang des Augustinums erhältlich.

Einblick in die Teilchenphysik gibt am 23. Janaur Dr. Kerstin Tackmann vom DESY-Institut mit ihren Vortrag „Higgs – Ein neues Elementarteilchen“ (17 Uhr Theater, Eintritt: 4,- Euro).  500 Jahren Reformation widmet sich am 30. Januar Dr. Wilfried Karl mit seinen Vortrag „Luther und die Reformation – 500 Jahre nach einer welthistorischen Zäsur“ (17 Uhr Theater, Eintritt: 6,- Euro).

 

Vorschau auf Februar:  Festivalkonzert „arabesques“

Beginnend mit dem deutsch-französischen Tag am 22. Januar lädt das Kulturfestival „arabesques“ unter dem Titel „Die Beute, das Geld, der Traum …“ für fünf Wochen nach Hamburg und in die Metropolregion zu einem einzigartigen bilateralen Programm ein. Der zugleich scharfsinnige und satirische Entwurf Emile Zolas ist für „arabesques“ Anregung für den zeitgenössischen Blick auf unsere Gesellschaft. Das Augustinum stellt am 3. Februar (19 Uht Theater, Eintritt: 16,- Euro, im VVK 13,- Euro) im Rahmen des Programms die Gruppe „Les Désaxeés“ vor. Die vier Saxophonisten verbinden sensibel und genial musikalisches mit komödiantischem Talent. Klassik, Samba, Soul, Rock, Film und HipHop – aus Perlen der Musikgeschichte arrangieren die preisgekrönten Musiker erfrischend und unkonventionell ihre eigene traumvoll-komische Klang- und Kabarettwelt. Die sogenannten „Daltons du saxophone“ lassen sich von ihren Instrumenten hinreißen, die ein Eigenleben zu führen scheinen. Von Peru nach China, von Irland nach Russland, von Afrika nach Mexiko: Die Saxophone nehmen Reißaus aus der gewohnten Achse, umschwärmen Genres und Epochen – und präsentieren in der einzigartigen, die gesamte Bühne einnehmende Performance wie Freiheit entsteht, wenn Musik und Humor sich nichts vorschreiben lassen. Karten sind ab Januar im Vorverkauf am Empfang des Augustinums erhältlich.