Abwechslung bei Musik, Filmen und Bildern

Das Kulturprogramm im Augustinum Aumühle bietet im Februar mehrere Konzerte, einige Filme und eine Ausstellung.

Aumühle (ea) – Unser Überblick zum Kulturprogramm der Seniorenresidenz am Mühlenweg 1 bringt wie üblich eine kleine Auswahl aus dem öffentlichen Angebot.
Zum Auftakt ist am 3. Februar 2017 (19 Uhr Theater / Eintritt: 16,- Euro) ein Konzert im Rahmen des im Norden stattfindenden Deutsch-Französischen Kulturfestivals „arabesques“ zu erleben. Zu Gast ist das Saxophonquartett Les Désaxés mit ihrem Programm „Aus der Bahn geworfen!“. Samuel Maingaud, Michel Oberli, Guy Rebreyend und Frédéric Saumagne verbinden ihr musikalisches Talent genial mit ihrem komödiantischen. So wird, erfrischend unkonventionell und doch sensibel arrangiert, etwa Schuberts Lied „Die Forelle“ zu einem Choral in vier Stimmen, der in einen brasilianischen Samba kippt. Trénets Chanson „La Mer“ gleitet in eine Jazz-Adaption, die schließlich in Wagners „Ritt der Walküren“ mündet. Und aus der „Message in a Bottle“ lesen sie Reggae- und Hip-Hop-Formen. Die vier preisgekrönten Saxophonisten machen vor musikalischen Grenzen nicht halt. Im Rahmen des Kulturfestivals zeigen Künstler aus Frankreich und der Metropolregion Hamburg fünf Wochen lang, wie sich Kulturen anziehen, beeinflussen und gegenseitig bereichern.
Die Musik bleibt im Focus. Am 6. Februar (17 Uhr Theater / 6,- Euro) haben Besucher Gelegenheit, beim Kino-Dokumentarfilm „4“ hinter die Kulissen des weltbekannten Streichquartetts Quatuor Ébène zu sehen und mit Regisseur Daniel Kutschinski zu sprechen. Dessen Vision war es, die vier Musiker des vielfach ausgezeichneten französischen Ensembles auch einmal beim Ringen mit den Noten, beim Diskutieren untereinander, beim Überdenken und Arrangieren aufzunehmen – das zu zeigen, was der Konzertbesucher nicht erlebt.
Nur wenige Tage später folgen am 9. Februar (17 Uhr Theater / 10,- Euro) „Kammermusikalische Kostbarkeiten“, kredenzt vom Lubotsky-Trio. Mark Lubotsky ( Violine), Olga Dowbusch-Lubotsky (Violoncello) und Amir Tebenikhin (Klavier) präsentiert Cesar Francks Sonate in A-Dur, die vor allem als Stück für Violine und Klavier beliebt ist. Weiterhin steht das Klaviertrio Nr. 1 op. 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy auf dem Programm, eines der populärsten Stücke an Kammermusik. Mark Lubotsky und Olga Dowbusch-Lubotsky haben in Moskau und an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg studiert, sie spielen seit vielen Jahren auf internationalen Festivals und in Konzerten. Amir Tebenikhin blickt ebenfalls auf internationale Erfahrung zurück. Er hat in verschiedenen Orchestern bereits in den wichtigsten Konzertsälen der Welt gespielt.
Einen Ausflug ins Kino verheißt der 12. Februar (19.30 Uhr Theater / 7,- Euro) mit der Vorführung von „Toni Erdmann“ in Kooperation mit dem Filmring Reinbek. Der deutsch-österreichische Film von Regisseurin Maren Ade hat seit seiner Premiere 2016 schon reichlich Fans gewonnen. Erzählt wird die Geschichte des Musiklehrers Winfried (Peter Simonischek) und seiner Tochter Ines (Sandra Hüller), einer Karrierefrau. Die Lebensstile des feinsinnigen Pädagogen und der Geschäftsfrau unterschieden sich doch sehr. Als Winfrieds Hund stirbt, besucht er unangekündigt seine Tochter in Bukarest – und wirbelt ihr Leben durch sein unsägliches Alter Ego Toni Erdmann ziemlich durcheinander …
Ob „Expressiv und/oder abstrakt?“ – das ist die Frage bei der Ausstellung von Michael Gerlach, die am 17. Februar (18 Uhr Foyer / Eintritt frei) eröffnet wird. Der 1947 geborene Autodidakt beschäftigt sich seit rund 15 Jahren mit der Malerei. Ursprünglich eher gegenständlch arbeitend, fühlte er sich später von den abstrakten Expressionisten (Joan Mitchell, Jackson Pollock) animiert zu freieren Ausdruckweisen. In diversen Workshops bei Peter Feichter hat er seine Technik verfeinert und arbeitet heute gern in kräftigen Farben auf groben Leinwänden in Acryl mit Sand, Kohle und weiteren Materialien. Häufig kreisen seine Themen um Hamburg und um persönliche Erlebnisse. Einen Eindruck seiner expressiven Malerei gibt seine Homepagewww.gerlach-aumuehle.de.
Das Gesamtprogramm können Interessierte bei Kulturreferent Malte Frackmann (malte.frackmann@augustinum.de) komplett und kostenlos anfordern.