Überraschend großes Interesse

2.800 Besucher kamen zur China-Ausstellung, die für ein halbes Jahr im Friedrichsruher Bismarck-Museum zu sehen war.

Friedrichsruh – Dr. Maik Ohnezeit, Museumspädagoge in der Otto-von-Bismarck-Stiftung, war sich sicher, dass die von ihm konzipierte Ausstellung über den chinesischen Vizekönig Li Hongzhang  und seine Zeit auf Interesse stoßen würde. Dass sie stolze 2.800 Besucher anlocken sollte, überraschte ihn dann selbst.
Eröffnet wurde die Ausstellung  im Juli 2016 durch den chinesischen Generalkonsul SUN Congbin. Die nun im Januar 2017 beendete Ausstellung  im Museum erinnerte nicht nur an den Vizekönig Li Hongzhang. Sie zeigte auch  die Verbindungen Deutschlands zum Reich der Mitte bis zum Jahr 1914.
Der Politiker Li Hongzhang war vor 120 Jahren nach Friedrichsruh gekommen, um sich mit dem inzwischen im Ruhestand lebenden Fürsten Otto von Bismarck zu unterhalten. Wie Ohnezeit berichtet, kommen immer wieder Chinesen nach Friedrichsruh, um sich über die Politik Otto von Bismarcks zu informieren. So stellt die Otto-von-Bismarck-Stiftung China ein weiteres Mal in den Mittelpunkt eines Vortrags. Am 19. April (19 Uhr) wird im Hamburger Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, Professor Dr. Wolfgang Reinhard von der Universität Freiburg zum Thema „China oder Europa – Wo liegt die Mitte der Welt?“ referieren.