Musik aus der einen Welt

Die große Schiffsbauhalle wurde schon mehrfach zum Schauplatz der Rotary-Benefizkonzerte. / Foto: Rumpf

Am 1. Juli 2017 öffnet die Lauenburger Hitzler-Werft ein weiteres Mal ihr Tor für ein großes Rotary-Benefizkonzert. Musik von Karl Jenkins wird dabei jede „Sehnsucht nach Weltmusik“ erfüllen.

Die große Schiffsbauhalle wurde schon mehrfach zum Schauplatz der Rotary-Benefizkonzerte. / Foto: Rumpf

Lauenburg (ea) – Zum sechsten Mal lädt der Rotary-Club Geesthacht – Hohes Elbufer zum Konzert in der großen Werfthalle ein – und wie jedes Werftkonzert verspricht auch dieses ein einzigartiges Erlebnis. Unter dem Motto „Sehnsucht nach Weltmusik“ erklingen am Abend des  1. Juli (Beginn 20 Uhr, Eintritt 20,- Euro, für Schüler und Studenten 10,- Euro) das „Stabat Mater“ und ausgewählte Stücke aus „The Peacemakter“ von Karl Jenkins. Es singen und spielen der St.-Barbara-Chor Geesthacht, Julia Schilinski (Gesang europäisch), Derya Yildirim (Gesang orientalisch), Avag Khachatryan (Duduk) und ein Orchester von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der Leitung von Wolfgang Hochstein. Das Konzert wird in den KulturSommer am Kanal 2017 integriert.

Karl Jenkins (geb. 1944) gilt als zeitgenössischer europäischer Komponist par excellence. Der in Wales lebende Oboist, Saxophonist und Keyboarder war viele Jahre in der Jazzszene aktiv und hat die Gabe, in seinen Werken verschiedene Stilrichtungen, Ethnien und Sprachen, die U- und E-Musik verschmelzen zu lassen. Mit großer Begeisterung hatte der St.-Barbara-Chor aus Geesthacht bereits vor drei Jahren Jenkins‘ monumentales Werk „The Armed Man – A Mass for Peace“ aufgeführt, das den Opfern des Kosovo-Krieges gewidmet ist. Im Vorjahr folgte eine Aufführung des 2008 komponierten Oratoriums „Stabat Mater“. In dieser Vertonung der mittelalterlichen lateinischen Dichtung vom Leiden Mariens unter dem Kreuz ihres Sohnes verknüpft Jenkins traditionelle Stilmittel mit ethnischen Klängen verschiedener Kulturkreise. „Orientalischer Gesang und Instrumente treten in Kontrast zu Chor und Orchester und repräsentieren die Verbindung von Morgen- und Abendland. Das Stück bewegt und erschüttert, fasziniert und begeistert durch die ausdrucksstarke Melodik“, hatte Wolfgang Hochstein damals gesagt.

„The Peacemakers“ (2012) ist Jenkins‘ Hommage an Menschen, die sich für den Frieden eingesetzt haben. Dazu gehören Politiker des 20. Jahrhunderts – egal ob Wissenschaftler, Menschenrechtler, Religionsführer, Mystiker, Dichter oder Komponist. Dieses Werk eint Sprachen, Instrumentierungen, Kulturen und Musikstile auf ganz eigene Weise. Alles folgt dem Leitgedanken des persischen Mystikers Rumi, der im 13. Jahrhundert festgehalten hatte: „Alle Religionen singen das eine Lied: Möge Frieden mit Dir sein.“

Karten für das Konzert sind im Vorverkauf erhältlich bei der Buchhandlung Rusch und im Reisebüro Oberlebe in Lauenburg sowie bei Zigarren Fries in Geesthacht. Mit dem Erlös unterstützt der Rotary-Club soziale Projekte im Kreis Herzogtum Lauenburg. Weitere Info unter www.rotary-werftkonzert.de